Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Grundlagen

Die Luft gehört zu den unverzichtbaren Medien unseres Lebens. Luftschadstoffe können beim Menschen zu akuten Beeinträchtigungen oder chronischen Schädigungen der Atemwege und anderer Organe führen. Sie beeinflussen aber auch andere Schutzgüter wie Tiere, Pflanzen und Materialien.Zum Schutz der Umwelt insgesamt und der menschlichen Gesundheit muss die Freisetzung gefährlicher Luftschadstoffe vermieden, verhindert oder verringert werden. Dabei helfen uns Grenzwerte und/oder Alarmschwellen für das Ausmaß der Luftverschmutzung, die festgelegt und eingehalten werden.

Grundlage für die systematische Ermittlung und Beurteilung der Luftqualität im Rahmen der 39. BImSchV (Verordnung über Luftqualitätsstandards und Emissionshöchstmengen) ist das Bundes-Immissionsschutzgesetz. Zuständig sind die Bundesländer. In Niedersachsen wird die Luftqualität durch das vom Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim betriebene Lufthygienische Überwachungssystem Niedersachsen (LÜN) gemäß der 39. BImSchV systematisch ermittelt und beurteilt. Die Ergebnisse werden regelmäßig im Internet veröffentlicht.

Die Immissionsgrenzwerte, Alarmschwellen und Zielwerte der 39. BImSchV (i.d.F.v. 02.08.2010) für die Schadstoffe Feinstaub (PM2,5 und PM10), Stickstoffdioxid (NO2) und Ozon (O3 ) sind in der Tabelle 1 den zum Teil abweichenden Empfehlungen der WHO gegenübergestellt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat teilweise andere Regelungen und empfiehlt auch strengere Werte als bisher in Europa und Deutschland umgesetzt worden sind. Um eine nachhaltige Luftqualitätsverbesserung für Niedersachsen zu erreichen, müssen die unterschiedlichen Regelungen vereinheitlicht und die Richtwerte der Weltgesundheitsorganisation in naher Zukunft angestrebt werden.


Umweltbericht 2015  
Artikel-Informationen

16.02.2016

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln