Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Länderinitiative Kernindikatoren (LIKI)

Dem Schutz- und dem Vorsorgeprinzip gegen schädliche Umwelteinwirkungen, Gefahren und erhebliche Nachteile und Belästigungen folgend ermöglichen bundesweit einheitliche Kernindikatoren die Messung der Effizienz der Umweltpolitik und eignen sich für Zielsetzungen. Diese Nachhaltigkeitsindikatoren unterstützen die Beurteilung bestehender und künftiger Umweltprobleme und umweltrelevanter Maßnahmen. Die Umweltindikatoren zur „Luftqualität in Städten" beschreiben die langfristige, mittlere Luftbelastung in städtischen Gebieten unabhängig von einzelnen lokalen Spitzenwerten und können zur Charakterisierung der großräumigen und längerfristigen Ozon-, Stickoxid- und Feinstaubbelastung herangezogen werden, um Trendaussagen zu ermöglichen. Aussagen zu Grenzwerteinhaltung und Spitzenbelastungen sind jedoch nicht ableitbar.

Der Luftverunreinigungsindikator (Abb. 10) für Feinstaub (PM10), Stickstoffdioxid (NO2) und Ozon (O3) ermittelt an den städtischen Hintergrundstationen des LÜN für Hannover und Osnabrück zeigt die Entwicklung der letzten Jahre: Der Jahresmittelwert der PM10-Immissionskonzentrationen im städtischen Hintergrund ist von den Höchstwerten der Jahre 1999 und 2003 auf ≤ 20 µg/m3 in den Jahren ab 2007 gesunken (2014: 19 µg/m3). Der Jahresmittelwert der Stickstoffdioxid (NO2)-Immissionskonzentration im städtischen Hintergrund sank kontinuierlich bis auf 20 µg/m3 im Jahr 2008 und verharrt seitdem in diesem Bereich (2014: 21 µg/m3). Von der Überschreitungshöhe und -häufigkeit der 1990er Jahre weit entfernt, wurde der Schwellenwert für Ozon von 180 µg/m3 im städtischen Hintergrund in den Jahren 2013 und 2014 nicht überschritten.


Umweltbericht 2015  
Artikel-Informationen

16.02.2016

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln