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Perspektiven und Ziele zur Verbesserung der Luftqualität

Die Immissionsgrenzwerte für Partikel werden in Niedersachsen eingehalten. Probleme verursachen hingegen die kraftfahrzeugspezifischen Luftschadstoffe vor allem Stickstoffoxide und flüchtige organische Verbindungen, welche Vorläuferstoffe des bodennahen Ozons sind. Die Reduzierung der Hintergrundbelastung von Ammoniak ist von großer Relevanz für die Verbesserung der Luftqualität, da Ammoniak neben seinen direkten Wirkungen einen großen Beitrag zum Stickstoffeintrag in Ökosysteme liefert und als Vorläufer für die ebenfalls sehr relevanten Luftschadstoffe Feinstaub und Ozon sowie von Klimagasen gilt. Darüber hinaus besteht besonderer Handlungsbedarf zur Minderung der NO2-Belastung an den innerstädtischen Belastungsschwerpunkten (Hotspots). Nach den Messwerten des Jahres 2016 für die Städte Hannover, Hameln, Hildesheim, Oldenburg und Osnabrück wird der NO2-Jahresgrenzwert nach wie vor zum Teil erheblich überschritten. In Braunschweig und Göttingen wird der Grenzwert knapp eingehalten, so dass auch hier weitere Maßnahmen zur Absicherung der Grenzwerteinhaltung erforderlich erscheinen. Das zuständige Staatliche Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim bietet für die Abschätzung der Wirkung weiterer Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität eine Fortschreibung der bisher für diese Städte erstellten Modellrechnungen an. Diese sollen vor dem Hintergrund aktueller Erkenntnisse insbesondere zu Fahrzeugemissionen als Grundlage für die notwendige Auswahl weiterer Minderungsmaßnahmen dienen.

Insgesamt zeigt sich, dass im Hinblick auf die Verbesserung der Luftqualität in den letzten Jahrzehnten viel erreicht wurde, die nach Bundes-Immissionsschutzgesetz gültigen Immissionsgrenzwerte in Niedersachsen jedoch noch punktuell überschritten werden. Um zu einer nachhaltigen Entwicklung zu kommen besteht gemessen an den langfristigen Zielen des Bundes-Immissionsschutzgesetzes für Ozon und den teilweise wesentlich strengeren Empfehlungen der WHO als Ziel der Luftqualität in Niedersachsen jedoch auch für die nächsten Jahre weiterhin Handlungsbedarf. Dies betrifft insbesondere Ammoniak, PM2,5, PM10, Stickstoffdioxid und Ozon. Auch die Langzeit-Indexwerte zeigen mit dem Ergebnis „befriedigend", dass für die nächsten Jahre weiterhin Verbesserungsbedarf besteht. Das Ziel ist die Note „gut" und „sehr gut" des Langzeit-Luftqualitätsindex zur Beschreibung der Luftqualität.

Artikel-Informationen

17.10.2017

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