Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Niedersächsische Landesforsten

Der größte außerschulische Lernort in Niedersachsen sind die Niedersächsischen Landesforsten (NLF).

Die Waldpädagogik der Landesforsten wird seit dem Jahr 2010 zentral aus zehn Waldpädagogikzentren heraus gesteuert und richtet sich an speziellen Bildungsregionen in Niedersachsen aus. Die vielfältigen und beliebten Waldpädagogikangebote orientieren sich an der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

Über die 10 Waldpädagogikzentren (WPZ), davon neun Häuser mit Mehrtagesbetrieb, werden jährlich rund 80.000 Teilnehmer im Tagesbetrieb und im Mehrtagesbetrieb Teilnehmer mit über 30.000 Anwesenheitstagen erreicht. Im Tagesbetrieb werden Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu unterschiedlichsten Themen angeboten. Im Mehrtagesbetrieb setzt sich das Angebot aus dem seit 1949 durchgeführten Klassiker, dem Jugendwaldeinsatz, und den neuen Angeboten der Projekt- und Erlebnisklassenfahrt zusammen.

Wissen und Praxis im Umgang mit Wald und Natur werden erlebt, gelehrt und gelernt. Es geht um ein umfassendes Naturverständnis und den Erwerb von Kompetenzen. Die NLF nutzen Ihr eigenes reiches Waldpotenzial von 330.000 Hektar Wald, um Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit dem Nachhaltigkeitsbegriff vertraut zu machen. Ziel ist es, Nachhaltigkeit nicht nur als Ressourcennachhaltigkeit zu vermitteln, sondern auf ein ganzheitliches Verständnis mit gleichrangiger Gewichtung ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte hinzuarbeiten. Damit finden die aus dem Agenda21-Prozess stammenden Leitbilder der Bildung für nachhaltige Entwicklung und Soziales Lernen Eingang in die Bildungsarbeit der Landesforsten.

Die Waldpädagogikzentren mit Mehrtagesangeboten bieten optimale Voraussetzungen, Schulklassen und Jugendgruppen für mehrere Tage oder bis zu zwei Wochen unterzubringen. Sie ermöglichen so eine intensive Beschäftigung mit dem Wald. Während der zweiwöchigen Aufenthalte sammeln die Jugendlichen wichtige soziale und gruppendynamische Lernerfahrungen. Eine Anerkennung als Betriebspraktikum ist in dieser Zeit auch möglich. Meist in schönster Waldlandschaft gelegen, verfügen die Waldpädagogikzentren über einen zeitgemäßen Jugendherbergsstandard mit Vollverpflegung. Die Übernachtung erfolgt in Mehrbettzimmern, für die Betreuerinnen und Betreuer stehen Einzel- bzw. Doppelzimmer zur Verfügung.

Die Kurzzeitangebote finden nicht nur in den Einrichtungen statt. Die Waldpädagoginnen und Waldpädagogen kommen auch in Schulen und Organisationen und bieten hier Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen an.

Seit 2010 sind die NLF vom Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministerium beauftragt, die Fortbildung des bundesweit anerkannten Waldpädagogik-Zertifikats durchzuführen. Seit 2010 konnten bereits über 300 Waldpädagogik-Zertifikate ausgegeben werden (Stand 31.12.2015). Über die Hälfte der zertifizierten Waldpädagoginnen und Waldpädagogen arbeitet auf vertraglicher Basis mit den Landesforsten zusammen. Sie verstärken personell das Team.

Über 100 Kooperationsvereinbarungen mit niedersächsischen Schulen und über 50 mit anderen Organisationen mit steigender Tendenz gibt es mit den Niedersächsischen Landesforsten.

Fast 50 Waldkindergärten haben Ihren Standort auf Flächen der Landesforsten und nutzen über kostenlose Gestattungsverträge die Waldfläche für ihre pädagogische Arbeit.
Umweltbericht 2015  
Artikel-Informationen

20.01.2016

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