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Flussgebietsmanagement

Die EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) ist auf Nachhaltigkeit ausgerichtet, die den sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Menschen sowie den geographischen und klimatischen Gegebenheiten Rechnung trägt.

Die Gewässer müssen seit der Einführung der Richtlinie flussgebietsbezogen bewirtschaftet werden, das heißt von der Quelle bis zur Mündung mit allen Zuflüssen. Ausschlaggebend sind somit nicht mehr Staats- und Ländergrenzen, sondern die Grenzen der hydrologischen Einzugsgebiete. Niedersachsen liegt in den Flussgebietseinheiten Ems, Weser, Elbe und Rhein (über den Fluss Vechte). Niedersachsen kann keinen dieser Flüsse alleine bewirtschaften. D­­ie Bearbeitung erfolgt länderübergreifend in Flussgebietsgemeinschaften, für die gemeinsam finanzierte Geschäftsstellen zur Koordinierung eingerichtet worden sind.

Die niedersächsischen Teile der Flussgebietseinheiten sind für die Oberflächengewässer in hydrologisch abgegrenzte Bearbeitungsgebiete untergliedert worden, die auch das Land Bremen einschließen. Die Bearbeitungsgebiete haben eine Größenordnung von ca. 1.500 bis 2.500 km². Bei der Festlegung der Größe der Bearbeitungsgebiete wurde besonderer Wert auf eine überschaubare Gebietsaufteilung gelegt.


Umweltbericht 2015  

Für das Grundwasser wurden 123 Grundwasserkörper auf der Basis hydraulischer und hydrogeologischer Gegebenheiten festgelegt.


Umweltbericht 2015  

Die Umsetzung der EG-WRRL erfolgt in Niedersachsen federführend durch den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) im Geschäftsbereich des Umweltministeriums (MU). Dem NLWKN obliegen die Hauptaufgaben der EG-WRRL: die Aktualisierung der Bestandsaufnahme, das Monitoring, die Maßnahmen- und Bewirtschaftungsplanung und die Einbeziehung der Öffentlichkeit.

Bei der konkreten Bewirtschaftungs- und Maßnahmenplanung vor Ort werden zudem regionale Gebietskooperationen mit den wichtigsten Wassernutzern beteiligt.

Seit Dez. 2014 liegen die Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme für den zweiten Bewirtschaftungszyklus 2016 bis 2021 vor. Sie sind hier einsehbar.

Artikel-Informationen

16.02.2016

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