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Umgang mit Wölfen

Umgang mit wildlebenden Wölfen in Niedersachsen


Die Rückkehr der Wölfe bringt große Herausforderungen mit sich. Im Vergleich zu Ländern, in denen Wölfe nie ausgerottet waren, sind die Menschen hierzulande die Anwesenheit des einst heimischen Wolfes nicht mehr gewohnt und viele der auftauchenden Probleme werden erst im Laufe der Zeit deutlich. Der Schutz der Tierart Wolf wird einerseits begrüßt, andererseits haben Tierhalter begründete Angst vor Schäden bei Nutztieren. Hieraus folgen Akzeptanzprobleme. Der Einfluss des Wolfs auf Wildbestände erzeugt Skepsis und auch Widerstand in der Jägerschaft und bei den Jagdrechtinhabern. Sorgen und Ängste der Bevölkerung bestehen auch hinsichtlich möglicher vom Wolf ausgehender Gefahren für den Menschen.

Die Artenschutzherausforderung liegt somit beim Wolf nicht in der Schaffung geeigneter Lebensräume, denn als sehr anpassungsfähige Tierart brauchen Wölfe keine Wildnis; sie kommen in unserer Kulturlandschaft sehr gut zurecht. Vielmehr muss mit einer gezielten Informations- und Öffentlichkeitsarbeit und durch die Einrichtung geeigneter Managementstrukturen, ein möglichst konfliktarmes Nebeneinander zwischen Menschen und Wölfen gefördert werden.

Wolf   Bildrechte: Pixel-mixer

Bestimmte Situationen erfordern im Wolfsmanagement spezielle Handlungsketten, die einen möglichst reibungslosen Ablauf der jeweiligen Lage gewährleisten können. Dies ist zum Beispiel beim Auffinden eines verletzten oder kranken Wolfs, bei der Identifikation eines auffälligen Wolfs oder beim Auffinden eines toten Wolfs der Fall. Im Rahmen des Wolfsmanagements in Niedersachsen wurden dafür entsprechende Handlungsketten entwickelt.

Um zu vermeiden, dass sich einzelne Personen strafbar machen oder Wölfen unnötig Schmerz oder Leid zugefügt wird, ist es von besonderer Bedeutung, dass alle Maßnahmen amtlich abgesichert sind und nur durch speziell hierfür autorisierte und befähigte und erfahrene Personen durchgeführt werden. Der NLWKN gibt eine fachliche Empfehlung ab und holt dazu ggf. entsprechenden Expertenrat ein. Über die von den unteren Naturschutzbehörden bzw. dem NLWKN zu treffenden Entscheidungen ist das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz zu informieren werden. Im Fall eines verletzten oder kranken Wolfs wird die untere Veterinärbehörde (das Veterinäramt) eingebunden, die über zu treffende Maßnahmen entscheidet und das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz informiert. Das gleiche gilt bei Maßnahmen, die mit Schmerzen, Leiden oder Schäden bei einem Tier verbunden sein können, wobei im Fall eines eventuellen Tierversuchs das LAVES eingebunden wird, das über eine ggf. erforderliche Tierversuchsgenehmigung entscheidet.

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