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AKW Grohnde nach Anlagenrevision wieder am Netz

Pressemitteilung 63/2019

Nach Abschluss der diesjährigen Anlagenrevision ist das Atomkraftwerk Grohnde seit heute (Montag) wieder am Netz. Das teilte das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz mit. Während der Revision sind 52 der insgesamt 193 Brennelemente im Reaktorkern gegen neue ausgetauscht worden.

Alle für die nukleare Sicherheit bedeutsamen Revisionsarbeiten wurden vom Niedersächsischen Umweltministerium und den zugezogenen Sachverständigen des TÜV NORD EnSys GmbH & Co. KG intensiv kontrolliert und überprüft. Befunde, die den genehmigungskonformen Zustand in Frage stellen, haben sich nicht ergeben.

Während der Anlagenrevision wurden dem Umweltministerium drei Befunde als meldepflichtige Vorkommnisse der Kategorie N (normal) angezeigt, die unterhalb der siebenstufigen internationalen Skala INES eingestuft sind („Stufe 0“).

Im Rahmen geplanter Arbeiten wurde in eine Pumpenkammer versehentlich Wasser eingetragen und die darin befindliche Notnebenkühlwasserpumpe überflutet. Die Pumpe und andere betroffene Komponenten wurden gegen Reserveteile ausgetauscht.

Außerdem wurden an mehreren Kleinleitungen des Frischdampfsystems Wanddickenschwächungen festgestellt. Die betroffenen Rohrabschnitte wurden ausgetauscht.

Zusätzlich kam es während einer wiederkehrenden Prüfung zur Anregung eines Reaktorschutzsignals, was auslegungsgemäß zum automatischen Start eines Notstromdiesels führte.

Die Ereignisse hatten für die Sicherheit des Atomkraftwerks keine Relevanz.

Die Arbeiten, die zur Verlängerung der Revision geführt hatten, wurden abgeschlossen. Die defekte Steckverbindung am Messwerterfassungsinstrument im Bereich des Reaktordeckels wurde getauscht. Dafür musste der Reaktordruckbehälter erneut geöffnet werden, was insgesamt zu einer Revisionsverlängerung von zehn Tagen geführt hat.

Artikel-Informationen

27.05.2019

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