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Umweltminister Stefan Wenzel im Havariekommando in Cuxhaven: Bergungsplanung für "Glory Amsterdam " auf gutem Weg

Der niedersächsische Minister für Umwelt, Klimaschutz und Energie Stefan Wenzel hat sich am Montag im maritimen Lagezentrum des Bundes und der Küstenländer, demHavariekommando in Cuxhaven, über den Stand der vorbereitenden Bergungsarbeiten für den vor Langeoog gestrandeten Frachter „Glory Amsterdam" informiert. Wenzel, der an einer Lagebesprechung der Einsatzleitung teilnahm, sprach den Verantwortlichen seine „Anerkennung für die konzentrierte Arbeit" aus. Die wetterbedingten, technischen und schiffahrtsrechtlichen Umstände der Havarie seien mit großen Herausforderungen verbunden. „Aber das Krisenmanagement des Havariekommandos funktioniert ausgezeichnet", sagte Wenzel in Cuxhaven. „Die Bergungsplanung ist auf einem guten Weg. Die richtigen Fachleute sitzen an einem Tisch. Wir sind zuversichtlich, dass der Frachter in den nächsten Tagen freikommt."

Der Minister zeigte sich zuversichtlich, dass die in Vorbereitung befindlichen Maßnahmen dazu führen werden, dass der Austritt von Öl und Diesel verhindert werden könne. „Das Schiff ist in einem ökologisch besonders sensiblen Bereich unserer Nordseeküste havariert", sagte Wenzel. Es müsse unter allen Umständen verhindert werden, dass die Inselbevölkerung, der Nationalpark Wattenmeer und die dortige Tier- und Pflanzenwelt Schaden nehmen.

Wenzel forderte für die Zukunft eine massive Verschärfung der Sicherheitsvorschriften im Schiffsverkehr. Schiffe mit unzureichend ausgebildeten Besatzungen müssten bei der Hafenstaatenkontrolle gestoppt werden. Auch die Bauvorschriften für Schiffe müssten verschärft werden. Das betreffe die Sicherheitsvorschriften für die Lagertanks von Bunkerölen und Redundanzen bei den Ruderanlagen. Eine genaue Analyse notwendiger Verschärfungen der Sicherheitsvorschriften im Schiffsverkehr müsse nach der Bergung erfolgen.


Artikel-Informationen

31.10.2017

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