Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz

Bundesumweltminister Schneider und Niedersachsens Umweltminister Meyer würdigen 20 Jahre Nationalpark Harz

Gemeinsamer Besuch bei der bundesweiten Junior-Ranger-Tagung 2026


Sperrfrist: 06.06.2026, 12 Uhr


Anlässlich der bundesweiten Junior-Ranger-Tagung 2026 haben Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer und Bundesumweltminister Carsten Schneider den Nationalpark Harz besucht. Im Mittelpunkt des gemeinsamen Termins standen die Bedeutung der Umweltbildung für den Naturschutz sowie das Engagement junger Menschen für den Schutz der Natur. Im Anschluss an die Tagung informierten sich die Minister bei einer gemeinsamen Bereisung des Achtermanns über aktuelle Entwicklungen im Nationalpark.

Die bundesweite Junior-Ranger-Tagung bringt junge Menschen aus den Nationalparken, Biosphärenreservaten und Naturparken Deutschlands zusammen. Sie bietet Gelegenheit zum Austausch, zur Umweltbildung und zur praktischen Auseinandersetzung mit Natur- und Artenschutz.

„Die Junior Ranger sind wichtig für die Zukunft des Naturschutzes. Sie vermitteln Begeisterung für unsere natürlichen Lebensräume und zeigen, wie wichtig es ist, Verantwortung für Umwelt und Klima zu übernehmen. Wer schon in jungen Jahren Natur erlebt und schützt, wird sich auch später für ihren Erhalt einsetzen“, betonte Umweltminister Christian Meyer.

Ein weiterer Anlass des gemeinsamen Besuchs war das 20-jährige Bestehen des Nationalparks Harz als erster länderübergreifender Nationalpark Deutschlands. Im Jahr 2006 wurden die zuvor eigenständigen Nationalparke in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt zusammengeführt. Die enge Zusammenarbeit beider Länder bildet bis heute die Grundlage für den gemeinsamen Schutz des Harzes.

„Der Nationalpark Harz zeigt eindrucksvoll, wie erfolgreich Naturschutz sein kann, wenn Länder gemeinsam Verantwortung übernehmen“, erklärte Sachsen-Anhalts Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann. „Die enge Kooperation über Landesgrenzen hinweg ist ein Vorbild für viele andere Bereiche des Umwelt- und Klimaschutzes.“

Meyer verwies zudem auf die besondere Bedeutung des Nationalparks Harz als ersten länderübergreifenden Nationalpark Deutschlands. Die enge Zusammenarbeit zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt sei eine Erfolgsgeschichte und ein Beispiel dafür, wie Naturschutz über Ländergrenzen hinweg gemeinsam gestaltet werden könne.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurden im Nationalpark Harz wichtige Fortschritte beim Schutz natürlicher Lebensräume erzielt. Besonders hervorzuheben ist die Ausweitung der Naturdynamikzone, die inzwischen das international angestrebte Ziel von 75 Prozent der Fläche erreicht hat. Damit wird der Natur auf großen Teilen des Nationalparks die Möglichkeit gegeben, sich ohne menschliche Eingriffe zu entwickeln – ein wichtiger Beitrag für die biologische Vielfalt und die Entwicklung von Wildnis in Deutschland.

Gleichzeitig beschäftigten sich die Minister mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die Harzer Wälder. Anhaltende Trockenheit, steigende Temperaturen und massiver Borkenkäferbefall haben das Erscheinungsbild des Waldes in den vergangenen Jahren stark verändert.

„Der Wald im Harz befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel, der durch den Klimawandel deutlich beschleunigt wurde. Diese Entwicklung ist eine große Herausforderung, bietet aber auch Chancen für die Entstehung neuer, stabiler und naturnaher Wälder. Der Nationalpark ist dabei ein einzigartiges Reallabor, in dem wir beobachten können, wie sich Natur ohne menschliche Eingriffe entwickelt“, so Meyer.

Die Minister würdigten zudem die Arbeit der Nationalparkverwaltung Harz und den langjährigen Einsatz im Naturschutz, in der Umweltbildung und bei der Betreuung der zahlreichen Besucherinnen und Besucher.

Abschließend dankte Meyer Bundesumweltminister Schneider für den gemeinsamen Besuch und betonte die Bedeutung des Nationalparks Harz als Modell erfolgreicher Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg.

Artikel-Informationen

erstellt am:
06.06.2026

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