Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz

Luchse, Biber, Salamander retten: Meyer besucht Wildtierauffangstation in Sachsenhagen, Ökologische Station Rotenburg (Wümme) und Gewässerrenaturierung bei Uelzen

- „Tierisches“ Programm am zweiten Tag der Minister-Sommerreise -


„Tierisches“ Programm am zweiten Tag der Sommerreise von Niedersachsens Umwelt-, Energie- und Klimaschutzminister Christian Meyer: Erstes Ziel war am (heutigen) Vormittag die Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen. Sie ist eine der größten Wildtierauffangstationen Deutschlands, vom Land Niedersachsen als Betreuungsstation anerkannt und nimmt jährlich bis zu 3.000 verletzte, kranke oder hilflos aufgefundene Wildtiere auf. Eine Besonderheit sind die vom Land geförderten Gehege für Biber, Luchse und das Alpensalamander-Kompetenzzentrum. Neben der Tierpflege engagiert sich die Wildtier- und Artenschutzstation in der Umweltbildung, Forschung und in Artenschutzprojekten. „Niedersachsen ist Artenschutzland und aktiv bei der Wiederherstellung der Natur“, so Minister Meyer. „Ehemals in Niedersachsen verschwundene Tiere wie der Luchs und der Biber sind hier wieder heimisch. Wildtier- und Artenschutzstationen sind dabei ein wichtiger Partner des Landes im praktischen Arten -und Wildtierschutz und beim Erhalt der biologischen Vielfalt.“

Seit 2019 wurden in der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen 23 verwaiste Luchse aufgenommen,14 Tiere konnten erfolgreich ausgewildert werden. Meyer: „Das fördert die Wiederansiedlung und Verbreitung der Luchse über den Harz hinaus.“ Ebenso werden dort – in dem vom Land im Rahmen des Bibermanagements geförderten Gehege – Biber gepflegt oder auch umgesiedelt. Zudem wurde im Rahmen der Führung auch die Gefährdung von heimischen Schwarzlurchen wie dem Feuersalamander oder dem Alpensalamander durch Hautpilz-Erreger (Bsal) thematisiert, die zu schweren Infektionen wie die Salamanderpest führen kann.


Besonders beeindruckt war der Minister von dem neuen Alpensalamander-Kompetenzzentrum, das 2025 gemeinsam mit dem Erlebnis-Zoo Hannover und der Artenschutzorganisation „Citizen Conservation“ gegründet wurde. Das Projekt entstand nach der Beschlagnahmung seltener, illegal gehaltener Alpensalamander und verfolgt das Ziel, bedrohte Arten durch wissenschaftlich begleitete Haltung und Nachzucht langfristig zu erhalten.

Am Nachmittag ging es weiter nach Rotenburg (Wümme), wo der Minister der Ökologischen NABU Station Oste-Region zum zehnjährigen Jubiläum gratulierte. Die Station betreut seit 2016 rund 10.900 Hektar Schutzgebiete in den Landkreisen Rotenburg und Stade. „Mit ihrem Engagement übernehmen Sie eine wichtige Antwort und Verantwortung für den Natur- und Artenschutz in Niedersachsen, dafür danke ich sehr“, so Meyer. Niedersachsenweit gibt es mittlerweile 28 Ökologische Stationen, die das Land im Rahmen des niedersächsischen Weges dauerhaft fördert. Meyer: „Niedersachsen investiert stark in Natur- und Artenschutz zum Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Die Ökologischen Stationen sind ein zentraler Baustein des Niedersächsischen Weges und unverzichtbar für dessen Umsetzung. Erst durch die geleistete Vor-Ort-Betreuung der NATURA-2000 Gebiete durch die Ökologischen Stationen können wertvolle Lebensräume effizient geschützt und angestrebte Naturschutzziele erreicht und umgesetzt werden. Die Ökologische NABU Station Oste-Region leistet hierbei einen besonderen Beitrag in den Bereichen der Moorrenaturierung, Grünlandpflege und Gewässerentwicklung. Aber auch ihre Arbeiten im Bereich des Amphibien- oder Fledermausschutzes sind beachtlich.“

Letzte Station am zweiten Tag der Sommerreise war der Landkreis Uelzen. Bei Holdenstedt besuchte der Umweltminister ein erfolgreich umgesetztes Gewässerprojekt an der Hardau: An der Mühle Holdenstedt wurde eine frühere ökologische Barriere beseitigt. „Die Hardau ist bei Holdenstedt nun wieder für Fische und andere Wasserlebewesen passierbar. Das ist ein toller Erfolg für den Gewässer- und Artenschutz, denn strukturreiche und vitale Gewässer sind besser gewappnet für die Auswirkungen des Klimawandels“, so Meyer.

Der Kreisverband der Wasser- und Bodenverbände Uelzen und der Gewässer- und Landschaftspflegeverband Mittlere und Obere Ilmenau haben sich über Jahre für das Vorhaben eingesetzt, das Land Niedersachsen hat das Projekt mit rund 200.000 Euro gefördert. „Projekte dieser Art erforderten neben fachlicher Expertise auch viel Geduld und Ausdauer. Die regionalen Verbände sind hier ein wichtiger Partner bei der ökologischen Gewässerentwicklung“, so der Minister.

Minister Meyer besucht die Wildtierstation   Bildrechte: MU
Salamander   Bildrechte: MU

Artikel-Informationen

erstellt am:
03.07.2026
zuletzt aktualisiert am:
05.07.2026

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln