Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz

Meyer: „Gemeinsam für ein nachhaltiges, grenzüberschreitendes Wassermanagement“

Niedersachsen und Niederlande vertiefen Zusammenarbeit


PI 049/2026

Niedersachsen und die Niederlande intensivieren mit Blick auf den Klimawandel und seine Folgen ihre Zusammenarbeit beim Wassermanagement. Die zunehmende Klimaerhitzung, steigende Verbräuche, Dürren und Extremwetter mit Starkregen und Hochwasser verändern den Wasserhaushalt in beiden Ländern. Auf einer ersten gemeinsamen „Wasserkonferenz“ des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz sowie des Niederländischen Ministeriums für Infrastruktur und Wasserwirtschaft haben Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Praxis am (heutigen) Donnerstag über Lösungen für eine nachhaltige und klimaresiliente Wasserbewirtschaftung beraten. Die Konferenz steht vor dem Hintergrund wachsender Extremwetterereignisse, die sowohl Niedersachsen als auch die Niederlande vor vergleichbare Herausforderungen stellen. Insbesondere Hochwasser und Niedrigwasserphasen erfordern abgestimmte Maßnahmen, da die Flüsse keine Verwaltungsgrenzen kennen. Auch das nachhaltige Wassermanagement, die sparsame Verwendung, die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie und die Wiederherstellung von natürlichen Gewässern sind gemeinsame Herausforderungen.

Christian Meyer, Niedersächsischer Umwelt- und Klimaschutzminister: „Die Folgen des Klimawandels sind schon heute spürbar wie nie zuvor – mit häufigeren Starkregenereignissen, zunehmenden Hochwasserlagen und längeren Trockenperioden. Mit dem Masterplan Wasser und dem neuen niedersächsischen Wassergesetz sorgen wir für eine zukunftsfeste und resiliente Wasserversorgung. Dazu müssen wir unsere Wasserwirtschaft grundlegend weiterentwickeln und gleichzeitig noch enger über Grenzen hinweg zusammenarbeiten. Nur so können wir langfristig eine sichere Wasserversorgung, den Schutz vor Extremereignissen und den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen gewährleisten.“

Jaap Slootmaker, Direktor-General: „Wasser macht nicht an Landesgrenzen halt. Ob es heute in Deutschland regnet oder nicht, bestimmt bereits einen Tag später den Wasserstand in den Niederlanden. Deshalb ist die Zusammenarbeit von entscheidender Bedeutung – ebenso wie das Lernen von den Lösungen des jeweils anderen. Niedersachsen und die Niederlande verfolgen dabei denselben Kurs. Das Wassersystem lässt sich nicht länger ausschließlich durch technische Maßnahmen steuern. Bei unserer Raumplanung und unserem Handeln werden wir die natürlichen Funktionen von Wasser und Boden stärker berücksichtigen müssen. Ich freue mich darauf, diesen gemeinsamen Kurs in konkrete Vereinbarungen und eine vertiefte Zusammenarbeit mit Niedersachsen umzusetzen.“

Ziel der Wasserkonferenz war es, die bestehende Kooperation weiter auszubauen und neue Impulse für gemeinsame Strategien zu setzen. Neben fachlichem und wissenschaftlichem Austausch soll insbesondere die praktische Zusammenarbeit gestärkt werden – etwa durch gemeinsame Projekte, abgestimmte Maßnahmen und den kontinuierlichen Austausch von Daten und Erfahrungen. Die Konferenz knüpft an bestehende Initiativen in grenzüberschreitenden Einzugsgebieten an und soll zugleich den Startpunkt für eine langfristige und strukturierte Zusammenarbeit bilden. „Wir stehen in der Klimakrise auch vor einer Herausforderung beim Wassermanagement, um jederzeit ausreichend sauberes Wasser für Mensch, Lebensmittelerzeugung, Natur und Wirtschaft zu sichern“, so Umwelt- und Klimaschutzminister Meyer. „Umso wichtiger ist es, dass wir unsere Kräfte bündeln, voneinander lernen und gemeinsam Lösungen entwickeln, die auch zukünftigen Generationen zugutekommen.“

Artikel-Informationen

erstellt am:
19.06.2026

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