Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz

Meyer: „Niedersachsen auch bei moderner Energietechnik vorne“

Energieminister weiht neues Umspannwerk mit weltweit einzigartiger klimaschonender Technik für großen Solarpark ein


PI 061/2026

Niedersachsens Energie- und Klimaschutzminister Christian Meyer hat am (heutigen) Donnerstag ein neues Umspannwerk in der Gemeinde Ahausen (Landkreis Rotenburg/Wümme) zusammen mit einem großen Solarpark und geplanten Batteriespeichern eröffnet. Im Zentrum des Projekts steht ein Freiflächen-Solarpark auf rund 59 Hektar Fläche entlang der Bahnstrecke Verden-Rotenburg, der mit einer Leistung von 64 MW rund 18.000 Vier-Personen- Haushalte mit grünem Strom versorgen kann. Darüber hinaus soll ein Batteriespeichersystem mit bis zu 50 Megawatt Leistung integriert werden, durch den die Nutzung des erzeugten Solarstroms weiter optimiert werden kann. „Die Kombination von Umspannwerk, Solarpark und Speicher ist ideal für eine effiziente und kostengünstige Nutzung. Damit leistet die Anlage einen direkten Beitrag zum Klimaschutz durch die CO₂-Einsparung und versorgt die Bevölkerung über die eigene Gemeinde hinaus mit günstiger Energie“, so Meyer. „Und was mich als Klimaschutzminister besonders freut: Mit einer innovativen F-Gas freien Schaltanlage werden auch besonders klimaschädliche Gase in der Energieinfrastruktur vermieden. Durch die Anwendung innovativer Klimaschutztechniken wie dieser können F-Gas freie Technologien zukünftig Standard werden. Damit geht auch eine Signalwirkung aus: Niedersachsen ist Standort modernster Klimaschutztechnologien – und die Photovoltaik ist ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Energiewende.“

Die technische Besonderheit des errichteten Umspannwerks ist die eingesetzte Mittel­spannungsschaltanlage von Siemens. Erstmals weltweit ist eine neue Generation F‑Gas-freier Schaltanlagentechnik in ein Umspannwerk integriert. Die speziell für die 40‑kV-Ebene entwickelte Anlage basiert auf dem Isoliermedium „Clean Air“ und kommt vollständig ohne klimaschädliche Isoliergase aus. Damit steht sie beispielhaft für die nächste Generation nachhaltiger Energieinfrastruktur. „Im Solar- und Energiepark Ahausen ist die Kombination von Erzeugung, Speicher und Netzanschluss verbunden mit innovativer Technik ideal für eine heimische, kostengünstige Energieversorgung. Das Projekt zeigt eindrücklich, wie eine Zusammenarbeit von Kommune, Netzbetreiber und Industriepartnern erfolgreich funktionieren kann“, so der Minister, „und einen wichtigen Beitrag zur regionalen Energiewende leistet. Die Erneuerbaren Energien, die Netze und Speicher tragen in Niedersachsen als Energiewendeland Nr. 1 erheblich zur kommunalen Wertschöpfung und Senkung der Strompreise sowie zum Ausstieg aus teuren Importen von fossilen Energien bei.“

Im Niedersächsischen Klimagesetz steht das Ziel 65 GW im Jahr 2035. Im vergangenen Jahr wurden rund 10,5 GW Sonnenenergie-Leistung installiert. „Wir müssen aber noch eine Schippe drauflegen, damit der PV-Ausbau nicht in Stocken gerät“, so Energieminister Meyer. „Darum appelliere ich immer wieder an den Bund, wichtige Förderungen im Sonnenstrom-Sektor nicht zu streichen und die Menschen, aber auch die Wirtschaft, nicht zu verunsichern. Der Ausbau muss beschleunigt werden, damit wir unsere Klimaziele erreichen können. Dafür brauchen wir auch ein modernes EEG, das den Ausbau der Solarenergie, der Netze und der Batteriespeicher stärkt – und nicht ausbremst.“

Artikel-Informationen

erstellt am:
16.07.2026

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