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erstellt am:
11.09.2026
PI 080/2026
Der niedersächsische Umwelt- und Energieminister Christian Meyer hat auf Einladung der Ardagh Group kürzlich das Werk in Obernkirchen besucht, das mit einer erheblichen Investition auf die vermehrte Nutzung von klimaschonendem, erneuerbarem Strom umgestellt hat. Minister Meyer hatte sich in Umsetzung eines Landtagsbeschlusses bei der EU-Kommission erfolgreich für die Aufnahme der heimischen Glasindustrie in die Strompreiskompensation eingesetzt. „Die heimische Glasindustrie ist auf niedrige Strompreise angewiesen, daher war es wichtig, dass auch hier eine Strompreisstützung durch die Bundesregierung erfolgen kann“, so Meyer. „Vorbildliche Unternehmen wie Ardagh brauchen aber weitere Unterstützung bei den Netzentgelten und eine allgemeine Senkung der Energiepreise. Niedersachsen fordert daher mit Gewerkschaften und Unternehmen schon lange eine Halbierung der Strompreise durch Übernahme der Kosten für die Netzinfrastruktur durch den Bund und nicht durch die Stromkunden.“
Die Ardagh Group hatte den Minister wegen des bei der Bundesnetzagentur laufenden Prozesses der Neuordnung der Netzentgelte angesprochen und um Unterstützung für die heimische Glasindustrie gebeten. „Wir danken Minister Meyer für seinen Besuch und den konstruktiven Austausch“, so Craig Mc Main, Managing Director Manufacturing. „Ardagh zeigt am Standort Obernkirchen mit der NextGen Furnace, wie die Dekarbonisierung der Glasindustrie in der Praxis gelingen kann. Gleichzeitig steht die Branche vor erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen. Nun ist die Politik gefordert, die richtigen Weichen zu stellen, damit industrielle Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Transformation auch künftig in Deutschland möglich bleiben. Dies gilt insbesondere für die Reform der Sondernetzentgelte.“
Das von Minister Meyer besuchte Werk in Obernkirchen, das hochwertige Gläser produziert, betreibt seit Oktober 2023 eine Hybridschmelzwanne zur Herstellung von Hohlglas. Die Wanne erlaubt eine signifikante Reduktion von Erdgas (von 90 auf derzeit ca. 40 Prozent), der durch erneuerbaren Ökostrom ersetzt wird. „Die Erneuerbaren Energien sind mit ca. 5 Cent für heimischen Wind- oder Sonnenstrom so günstig wie nie, werden aber durch die teuren Gaseinfuhrpreise und 60 Prozent Steuern und Abgaben viel zu hoch belastet“, so der Minister. „Die günstigen Erneuerbaren Energien müssen gerade in Niedersachsen aber auch direkt bei Wirtschaft und Verbrauchern ankommen. Die Vorschläge der Ardagh Group bezüglich der Neuregelung der Netzentgelte unterstütze ich sehr. Unsere energieintensive Industrie wollen wir in Deutschland halten und daher unterstütze ich auch als Vorsitzender der Energieministerkonferenz der Länder die Forderungen der Glasindustrie nach einer dauerhaften Absenkung der Energiepreise, insbesondere bei Strom.“
Der Minister Meyer weitere Gespräche auf Fachebene, um die besonderen Herausforderungen der Glasindustrie auf Bundesebene bei der Bundesnetzagentur einzubringen. „Glas ist ein sehr ökologischer, voll recyclingfähiger heimischer Rohstoff. Unternehmen wie Ardagh gehen beim Klimaschutz voran, daher unterstütze ich die Forderungen der Glasindustrie weiter gegenüber Bund und EU voll umfänglich“, so Meyer.
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erstellt am:
11.09.2026
