Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz

Starkes Signal für die Wasserstoffzukunft: Niedersachsen und Schleswig-Holstein feiern Meilenstein auf Hyperlink-Baustelle

Niedersachsens Energieminister Meyer: „Starkes Signal für die Energieversorgung der Zukunft in Deutschland


PI 077/2026


Niedersachsens Umwelt- und Energieminister Christian Meyer hat heute gemeinsam mit Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Tobias Goldschmidt und Vertreter:innen von Gasunie Deutschland die Baustelle der Hyperlink-Wasserstoffpipeline auf Lühesand besucht. Die Baustelle markiert einen wichtigen Meilenstein für den Aufbau einer leistungsfähigen Wasserstoffinfrastruktur in Norddeutschland.

Umwelt- und Energieminister Meyer betont: „Niedersachsen ist das Wasserstoffland Nummer 1. Mit der Hyperlink-Pipeline setzen wir gemeinsam mit unseren Partnern in Schleswig-Holstein und Gasunie ein starkes Zeichen für die Zukunft der Energieversorgung in Deutschland. Dieses Projekt steht beispielhaft für die länderübergreifende Zusammenarbeit, die wir für den Wasserstoffhochlauf brauchen. Die Verbindung von Niedersachsen und Schleswig-Holstein über die Hyperlink-Pipeline ist mehr als ein technisches Bauprojekt – sie ist ein sichtbares Signal, dass wir den Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur entschlossen und gemeinsam vorantreiben. Durch die Umwidmung bestehender Erdgasleitungen gelingt es uns, den Wasserstoffhochlauf nicht nur klimafreundlich, sondern auch effizient und ressourcenschonend zu gestalten. So schaffen wir die Grundlage dafür, dass grüner Wasserstoff aus Niedersachsen dort ankommt, wo er die größten CO₂-Einsparungen ermöglicht – in der Industrie.“

Energiewendeminister Goldschmidt ergänzt: „Der Hyperlink ist so etwas wie die Hauptschlagader des Wasserstoffkernnetzes. Damit vernetzen wir den Nordseeraum zwischen Deutschland, Dänemark und den Niederlanden zu einem gemeinsamen, klimaneutralen Energiemarkt der Zukunft. Aus Dänemark werden wir über den Hyperlink Wasserstoff nach Schleswig-Holstein und Niedersachsen importieren. Damit wir auch eine eigene grüne Wasserstoffproduktion aufbauen und dafür die optimalen Bedingungen in Schleswig-Holstein nutzen, ist nun die Bundesregierung gefragt: Sie muss den Wasserstoffhochlauf endlich ernst nehmen und klar und entschieden voranbringen. Statt Unsicherheiten zu schüren, braucht es entsprechende Anreize, Förderungen und einen sicheren Rechtsrahmen. Sonst verpassen wir obendrein eine große wirtschaftliche Chance für unser Land.“


Die Verbindung der Hyperlink-Pipeline zwischen Niedersachsen und Schleswig-Holstein steht symbolisch für die enge Zusammenarbeit der norddeutschen Wasserstoffländer. Gemeinsam treiben sie den Aufbau der Zukunftsinfrastruktur für eine klimaneutrale Industrie voran. Hyperlink ist eines der größten Wasserstoff-Infrastrukturprojekte Deutschlands und umfasst rund zehn Prozent des nationalen Wasserstoff-Kernnetzes. In Niedersachsen entstehen rund 400 Kilometer Leitungen, die die Niederlande über Bremen und Hamburg mit Hannover und Salzgitter verbinden. Rund 70 Prozent der Leitungen werden durch die Umwidmung bestehender Erdgasleitungen realisiert – ein Beispiel für effiziente und nachhaltige Infrastrukturentwicklung.

Über die Hyperlink-Pipeline werden künftig grüne Wasserstoffmengen aus Niedersachsen an zentrale Industriestandorte wie Salzgitter sowie in die mitteldeutsche Chemie- und Raffinerieregion transportiert. Die Pipeline vernetzt Niedersachsen mit den Niederlanden und perspektivisch auch mit Dänemark und stärkt so die Rolle Norddeutschlands als zentrale Wasserstoffdrehscheibe Europas. Die Nachfrage nach Wasserstofftransport wächst: Bereits zum Stichtag 23. Juli 2026 wurden im Wasserstoff-Kernnetz knapp sechs Gigawatt Transportkapazität zahlungspflichtig reserviert – eine Verdopplung gegenüber Mai 2026. Das ist ein klares Marktsignal für den weiteren Ausbau der Infrastruktur.

Niedersachsen vereint die gesamte Wasserstoff-Wertschöpfungskette – von der Erzeugung über Transport und Speicherung bis zur industriellen Nutzung. Mit 13 geförderten IPCEI-Projekten, mehr als 800 Megawatt Elektrolyseleistung und den größten Kavernenstandorten für Wasserstoffspeicherung ist Niedersachsen führend beim Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft. Die enge Verbindung mit Schleswig-Holstein und die internationale Anbindung schaffen die Grundlage für einen leistungsfähigen, grenzüberschreitenden Wasserstoffmarkt.

Hintergrund:

Die Gasunie ist ein niederländisches Staatsunternehmen und betreibt ein 4.700 Kilometer langes Gas-Transportnetz in Norddeutschland. Die Hyperlink-Projekte umfassen insgesamt rund 1.000 Kilometer Wasserstoffleitungen in Nordwestdeutschland. Die ersten Teilprojekte werden Ende 2027 betriebsbereit sein, die Inbetriebnahme weiterer Abschnitte erfolgt schrittweise bis 2031.


Artikel-Informationen

erstellt am:
03.09.2026

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