Artikel-Informationen
erstellt am:
02.07.2026
zuletzt aktualisiert am:
05.07.2026
Niedersachsens Umwelt-, Energie- und Klimaschutzminister Christian Meyer ist am (heutigen) Donnerstag zu seiner dreitägigen Sommerreise aufgebrochen. Auf seiner Tour informiert sich der Minister Meyer über Projekte aus den Bereichen des Arten-, Moor- und Gewässerschutzes sowie über Initiativen der Energiewende.
Zum Sommerreisen-Auftakt besuchte er in Uslar den Runden Tisch Artenvielfalt und informierte sich über die Ergebnisse des Projekts KOOPERATIV, das die Biodiversität in Agrarlandschaften im Landkreis Northeim stärken möchte. In dem Projekt arbeiten mehr als 40 landwirtschaftliche Betriebe, Naturschutzverbände, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Stadt Uslar und weitere Gemeinden eng zusammen, um neue kooperative Wege für den Schutz von Pflanzen- und Tierarten und mehr Artenvielfalt zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Umsetzung von Agrarumweltmaßnahmen auf Landschaftsebene. Als vielversprechende Maßnahme wurde dabei der Fokus auf mehrjährige Blühflächen gelegt, die mit einer neuen, regionalen Saatgutmischung aus 100 Prozent Wildpflanzen angelegt wurden. „Das Projekt entspricht dem Geist des Niedersächsischen Weges, bei dem unterschiedliche Akteure gemeinsam Verantwortung für mehr Arten-, Natur und Gewässerschutz übernehmen“, so Meyer. „Mein Dank geht an die engagierten Beteiligten, die vor Ort ganz konkret zeigen, wie Zusammenarbeit auf Landschaftsebene funktionieren und dabei Landwirtschaft, Wissenschaft und Kommunen an einen Tisch bringen kann.“
Das kooperative Landschaftsexperiment wird von den Universitäten Göttingen und Rostock sowie dem Landvolk Northeim-Osterode geleitet. Dabei werden ökologische Aspekte, wie Artenvielfalt, Bestäubung, Schädlingskontrolle, und sozioökonomische Folgen für Betriebe gleichermaßen untersucht. Vor Ort besichtigte der Minister mehrjährige Blühflächen, ergänzend dazu stellte das Projektteam der Universität Göttingen erste wissenschaftliche Ergebnisse vor: Kooperativ auf Landschaftsebene geplante Blühflächen wirken sich positiv auf die Artenvielfalt aus und die landwirtschaftlichen Betriebe tragen den Ansatz mit großer Motivation und Überzeugung mit. Für den langfristigen Erfolg solcher Initiativen wurden drei zentrale Schlüsselfaktoren identifiziert: Brückenstrukturen, also „Runde Tische“, sind essenziell für den Ideenaustausch; regionale Koordinatorinnen und Koordinatoren – sogenannte „Kümmerer“ – vernetzen die Beteiligten und unterstützen mit landwirtschaftlichem Fachwissen; die Berücksichtigung von Bedürfnissen wie vereinfachte Verwaltungsprozesse und finanzielle Anreize steigern die Motivation. Eine langfristige Verankerung kooperativer Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen in der Agrarförderung könnte dazu beitragen, die erzielten Erfolge zu verstetigen und den Biodiversitätsschutz in Agrarlandschaften nachhaltig zu stärken „Die Ergebnisse haben Bedeutung über die Region hinaus und ich hoffe, dass dieses Leuchtturmprojekt viele Nachahmer findet“, so Minister Meyer. „Niedersachsen wird mit zusätzlichem Geld den niedersächsischen Weg stärker in die Regionen bringen und die einzigartige Kooperation von Kommunen, Umweltverbänden und Landwirtschaft stärken und ausbauen.“
Artikel-Informationen
erstellt am:
02.07.2026
zuletzt aktualisiert am:
05.07.2026
