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erstellt am:
12.05.2026
In Torfhaus gibt es ab heute einiges Neues zu entdecken: Der niedersächsische Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz, Christian Meyer die neugestaltete Ausstellung im Nationalpark-Besucherzentrum (NBZ) TorfHaus offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Zeitgleich weihte er auch die „Wildnis-Entdeckerstationen Torfhaus“ entlang der nahen Wanderwege am Großen Torfhausmoor ein, die die Ausstellung in den Außenbereich erweitern. Die Wildnis-Entdeckerstationen und die Ausstellung wurden aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landesförderprogramms „Landschaftswerte 2.0“ gefördert, finanziell unterstützt durch den BUND Niedersachsen und die Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz, beide in der Trägerschaft des Zentrums.
„Mehr Wildnis wagen – das ist ein wesentliches Ziel der niedersächsischen Großschutzgebiete. Vor dem Hintergrund der sich verschärfenden Artenkrise fördern wir damit gezielt die Biodiversität“, so Minister Meyer. „Wir sehen im Nationalpark die enorme Dynamik der natürlichen Entwicklung und die Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten, die sich in den verschiedenen Entwicklungsstadien einstellt und die natürliche Waldgesellschaft auszeichnet. Es gibt viel zu entdecken im Nationalpark Harz. Ich freue mich, dass mit Unterstützung des Landes ein so attraktives Naturbildungs- und Erlebnisangebot ermöglicht wurde. Sowohl die Ausstellung als auch die Wildnis-Entdeckerstationen tragen zur erlebnisorientierten Wissensvermittlung rund um die drängenden Fragen zu den klimabedingten Veränderungen der Waldbilder und den Nationalpark Harz mit seinen vielfältigen Schutzfunktionen bei.“
Die neuen Angebote in und um das NBZ TorfHaus sollen den vielen Gästen ohne umfangreiche Vorkenntnisse die wichtigsten Ziele, Aufgaben und Lebensräume des Nationalparks auf informative und unterhaltsame Weise vorstellen. Drängende Fragen etwa zur Vergangenheit und Zukunft des Waldes, zu Totholz und der Baumart Fichte werden den Besuchenden in vielen interaktiven Elementen spielerisch beantwortet. Ein weiteres Thema ist das Wasser, das im Harz eine zentrale Rolle spielt. Ganz besonders für das Große Torfhausmoor, das als eines der besterhaltenen Moore in Deutschland einen prominenten Platz in den Projekten einnimmt. So widmet sich die obere Etage der Ausstellung voll und ganz diesem Lebensraum, zwei Wildnis-Entdeckerstationen informieren im Außenbereich über Ökologie und Schutzansätze. Dabei wurde auf eine ausgewogene Mischung aus digitalen und analogen Medien geachtet.
„Es wurden qualitativ hochwertige, nachhaltige und zeitgemäße Angebote entwickelt, die die Wettbewerbsfähigkeit des naturverträglichen Tourismus und den Nationalpark-Standort Torfhaus stärken“, sagt Nationalparkleiter Dr. Roland Pietsch. „Die erfolgreichen Maßnahmen beweisen die langjährige gute Partnerschaft der Nationalparkverwaltung Harz mit dem BUND Niedersachsen. Ich bedanke mit herzlich bei allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit.“
Seit Januar 2024 setzten der BUND-Landesverband Niedersachsen als federführender Betreiber des NBZ und die Nationalparkverwaltung Harz die Ausstellungserneuerung und die Wildnis-Entdeckerstationen zur Attraktivitätssteigerung des Nationalpark-Standortes und des Besucherzentrums um. Bis September 2026 wird auch noch der Bohlensteg am Großen Torfhausmoor im Randbereich um eine Bildungs- und Naturbeobachtungsplattform erweitert.
Susanne Gerstner, Landesvorsitzende des BUND Niedersachsen, betont die große Bedeutung des Nationalpark-Besucherzentrums am Standort Torfhaus in Zeiten von Borkenkäferbefall und Klimakrise: „In der neuen Ausstellung können Gäste einen intensiveren Blick auf die aktuellen Veränderungsprozesse in der Nationalpark-Natur erlangen. Die neuen Ausstellungsmodule machen die lebendige Vielfalt natürlicher Prozesse erlebbar und zeigen, welche Bedeutung ungestörte Naturdynamik für den Erhalt von Lebensräumen und Artenvielfalt hat. Moore rücken dabei als natürliche Klimaschützer in den Fokus: Sie speichern, wenn sie intakt sind, große Mengen Kohlenstoff. Die Bildungsarbeit im Besucherzentrum sensibilisiert für die Bedeutung von Mooren für den natürlichen Klimaschutz – in Niedersachsen, bundesweit und weltweit.“
Allein im Jahr 2025 wurden mehr als 90.000 Gäste mit den Angeboten des Besucherzentrums erreicht und durch spannende Bildungsangebote für den Waldwandel sensibilisiert. Das Land Niedersachsen, die Nationalparkverwaltung und der BUND sind sich einig: Gemeinsame Zukunftsaufgabe wird es sein, den Standort Torfhaus als Bildungsstandort für den Nationalpark zu sichern und weiter zu entwickeln.
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erstellt am:
12.05.2026
