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Sachstandsinformation zum Lager Unterweser für radioaktive Abfälle (LUnA)

Standort

Stadland (am Standort des Kernkraftwerks Unterweser).

Zweck

Umgang mit radioaktiven Stoffen gemäß § 7 Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) mit einem Aktivitätsinventar von bis zu 2 E+17 Bq insbesondere für

− Zwischenlagerung von radioaktiven Abfällen (in gemäß den Anforderungen an endzulagernde radioaktive Abfälle konditionierter oder vorkonditionierter und verpackter Form) bis zum Abruf in das Endlager Schacht Konrad des Bundes und

− Transportbereitstellung oder befristete Lagerung (Pufferlagerung) von radioaktiven Abfällen oder radioaktiven Reststoffen als Einzelkomponente, in 20´-Containern oder in Transportverpackungen bis zur Weiterverarbeitung oder -behandlung in externen oder internen Anlagen.

Bei den einzulagernden radioaktiven Abfällen handelt es sich um radioaktive Abfälle aus dem Betrieb, Restbetrieb und Abbau des Kernkraftwerks Unterweser (KKU), um radioaktive Abfälle, die sowohl beim Betrieb der bereits am Standort vorhandenen Lagerhalle Unterweser (LUW) und des Standortzwischenlagers des Kernkraftwerks Unterweser (ZL-KKU) als auch des Lagers Unterweser für radioaktive Abfälle (LUnA) anfallen, sowie weitere mögliche Betriebs-, Restbetriebs- und Stilllegungsabfälle der PreussenElektra GmbH. Diese weiteren Betriebs-, Restbetriebs- und Stilllegungsabfälle der PreussenElektra GmbH dürfen maximal 20 % des Einlagerungsvolumens des Lagers Unterweser für radioaktive Abfälle betragen.

Die radioaktiven Abfälle im Lager Unterweser für radioaktive Abfälle umfassen insofern – wie in der bereits am Standort vorhandenen Lagerhalle Unterweser − schwach- und mittelradioaktive Abfälle.

Das Lager Unterweser für radioaktive Abfälle besteht aus einem Lagergebäude mit einer Lagerfläche von ca. 1.700m² sowie einem angrenzenden Sozialgebäude.

Inbetriebnahme

Derzeit in der Errichtung, Inbetriebnahme geplant für IV. Quartal 2019.

Betreiberin

PreussenElektra GmbH, Hannover.

Nach dem Gesetz zur Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung (Entsorgungsneuordnungsgesetz) vom 27. Januar 2017 soll das Lager Unterweser für radioaktive Abfälle zum 1. Januar 2020 auf die bundeseigene BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH übertragen werden.

Erteilte Genehmigungen

− Zwei Baugenehmigungen des Landkreises Wesermarsch als zuständiger Baugenehmigungsbehörde gemäß Niedersächsischer Bauordnung (NBauO) vom 20. Dezember 2017 und vom 15.01.2018 für die Errichtung des Lager Unterweser für radioaktive Abfälle sowie die damit verbundene Umnutzung eines bestehenden Gebäudes.

− Genehmigungsbescheid des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz als zuständiger strahlenschutzrechtlicher Genehmigungsbehörde gemäß § 7 StrlSchV für den Umgang mit radioaktiven Stoffen beim Betrieb des Lagers Unterweser für radioaktive Abfälle (LUnA) (Bescheid 1/2018) vom 05. Dezember 2018.

Genehmigungsbescheid gemäß § 7 StrlSchV für den Umgang mit radioaktiven Stoffen beim Betrieb des Lagers Unterweser für radioaktive Abfälle (LUnA) (05.12.2018)

Anhang UVP zum Genehmigungsbescheid LUnA (05.12.2018)

Anhang Abkürzungsverzeichnis zum Genehmigungsbescheid LUnA (05.12.2018)

Anhang zum Genehmigungsbescheid LUnA (05.12.2018)

Den Genehmigungsbescheiden liegt eine Umweltverträglichkeitsprüfung für die Errichtung und den Betrieb des Lagers Unterweser für radioaktive Abfälle zugrunde, die in Federführung des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz erfolgte; die zusammenfassende Darstellung und Gesamtbewertung der Umweltauswirkungen ist den Genehmigungsbescheiden jeweils als Anhang angefügt. Es erfolgte eine Öffentlichkeitsbeteiligung, in deren Rahmen die erhobenen Einwendungen in einem Erörterungstermin im Februar 2016 erörtert wurden.

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