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Sicherheitskonferenz zu Alterung und Ermüdungsverhalten sowie wiederkehrende Prüfungen von Komponenten der Atomkraftwerke in der Restlaufzeit

Sicherheitskonferenz zu Alterung und Ermüdungsverhalten sowie wiederkehrende Prüfungen von Komponenten der Atomkraftwerke in der Restlaufzeit
Termin: Mittwoch, 3. Dezember 2014, 10.00 bis 16.30 Uhr

Ort: Weserbergland-Zentrum, Rathausplatz, 31785 Hameln


Nach der Katastrophe von Fukushima im März 2011 und dem danach beschlossenen Atomausstieg wurde die Überprüfung aller noch mit Restlaufzeiten versehenen hiesigen Atomkraftwerke zur Aufgabenstellung. Dabei ging und geht es sowohl um den Betrieb als auch um die Abläufe bei einem Störfall und bei der Lagerung.

In Fortführung einer Reihe von Veranstaltungen und als Reaktion auf die Federbrüche an Drosselkörpern im Atomkraftwerk Grohnde wollen wir das Thema Alterung, Korrosion und Ermüdungsverhalten von Komponenten der Kraftwerke in den Mittelpunkt unserer Konferenz stellen.

Wir möchten mit Experten von Betreibern, Verbänden und Bürgerinitiativen die Ursachen, Auswirkungen und Konsequenzen dieses Phänomens kritisch erörtern und die Situation in den niedersächsischen Anlagen bewerten. Das Konzept der wiederkehrenden Prüfungen wird ebenfalls diskutiert.

PROGRAMM UND VORTRÄGE

Themenschwerpunkt: Alterungseffekte und Alterungsmanagement bei Kernkraftwerken

Neben Umweltminister Stefan Wenzel begrüßte auch Landrat Tjark Bartels die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. Christine Schwarz, Leibniz Universität Hannover

Alterungsmanagement in Kernkraftwerken - Überblick, Probleme, Ansätze zur Verbesserung
Dr. Helmut Hirsch, cervus nuclear consulting

Alterung, Ermüdung und Prüfkonzepte: Übergreifende Regelungen aus Sicht der atomrechtlichen Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde
Dr. Matthias Schreier, Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz

Alterungsmanagement in deutschen Kernkraftwerken
Dipl.-Ing. Matthias Röhrborn, RWE Power AG, Essen

Anforderungen an das Alterungsmanagement in Kernkraftwerken
Dipl.-Ing. Wolfgang Hienstorfer, TÜV SÜD Energietechnik GmbH Baden-Württemberg, Filderstadt

Themenschwerpunkt: Werkstoffermüdung, Prüfkonzepte und internationale Sichtweisen

Wiederkehrende Prüfungen in deutschen Kernkraftwerken
Dr. Michael Fuchs, E.ON Kernkraft GmbH, Hannover

Einfluss mechanischer und thermischer Belastungen auf die Werkstoffermüdung
Prof. Dr. Anton Erhard, Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, Berlin

Zustandsbewertung u. Lebensdauerbewertung von Komponenten in Kernkraftwerken unter Berücksichtigung des internationalen Regelwerks
Dr. Ulrich Rückriem, TÜV NORD EnSys Hannover GmbH & Co. KG

Beispiele für alterungsbedingte Schäden bzw. Ausfälle in Atomkraftwerken. Welche Konsequenzen werden in Deutschland hieraus gezogen?
Simone Mohr, Öko-Institut e.V., Darmstadt

Fazit und Schlusswort: Umweltminister Stefan Wenzel

Die Vortragsfolien sind jetzt über das Niedersächsische Online-Archiv (NOA) der Niedersächsischen Landesbibliothek als "Proceedings der Niedersächsischen Sicherheitskonferenz zum Thema Alterung und Ermüdungsverhalten sowie wiederkehrende Prüfungen von Komponenten der Atomkraftwerke in der Restlaufzeit, Hameln, 3.12.2014" abrufbar ( PDF-Datei)

Fragen aus dem Publikum:

Die am 03.12.2014 bei der Sicherheitskonferenz in Hameln gestellten Fragen beantworten wir hier.


Artikel-Informationen

11.06.2015

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