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Einlagerung radioaktiver Abfälle bis 1978

Die Schachtanlage Asse II ist ein ehemaliges Salzbergwerk im Landkreis Wolfenbüttel, in dem nach Abschluss des Gewinnungsbetriebs in den Jahren 1967 bis 1978 ca. 125.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen eingelagert wurden.

Die früheren Betreiber der Anlage waren im Auftrag des Bundes zunächst die Gesellschaft für Strahlenforschung mbH (GSF) und nachfolgend das Helmholtz Zentrum München (HMGU).

Ursprünglich sollte die unter Bergrecht geführte Schachtanlage Asse II lediglich der zeitlich begrenzten rückholbaren Einlagerung von radioaktiven Abfällen zu Forschungszwecken dienen. Aufgrund der eingelagerten Mengen und Zeiträume wurde sie jedoch ab Ende der 1970er Jahre faktisch als Endlager für radioaktive Abfälle aus kerntechnischen Einrichtungen in ganz Deutschland genutzt.

In den Folgejahren von 1979 bis 1997 wurden in der Schachtanlage Asse II Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur Endlagerung schwach-, mittel- und hochradioaktiver Abfälle vorgenommen. Entgegen ursprünglicher Pläne der Bundesregierung ist es zu keinen weiteren Einlagerungen radioaktiver Abfälle gekommen.

1997 entschied der Bund, die Forschungsarbeiten in Schachtanlage Asse II einzustellen und das Bergwerk nach den Bestimmungen des Bergrechts stillzulegen. In einem hierzu von der GSF eingereichten bergrechtlichen Rahmenbetriebsplan war eine Verfüllung mit Feststoffen vorgesehen.


AsseII-Förderanlage
Artikel-Informationen

29.08.2016

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