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Klimaschutz - die Herausforderung unserer Generation

Um die beginnende Klimakrise abzuschwächen, ist es unabdingbar, die sich beschleunigende globale Erderwärmung zu stoppen. Laut Weltklimarat (IPCC) ist die Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad wissenschaftlich und technisch noch realisierbar. Dies erfordert allerdings international gewaltige Kraftanstrengungen in sehr vielen Bereichen der Wirtschaft. Insbesondere die Energiewirtschaft, die Industrie, der Verkehr, der Gebäudebereich und die Landwirtschaft stehen als größte Emittenten von klimaschädlichen Gasen in der Verantwortung. Aber auch Kommunen und Verbraucher können und müssen ihren Anteil leisten, um diese Herausforderung gemeinsam zu meistern.

Klimaschutz   Bildrechte: elenabs - iStock

Hierzu trägt das Land Niedersachsen bei, indem in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Initiativen auf den Weg gebracht wurden. Am 09.12.2020 wurde mit dem niedersächsischen Klimagesetz - nicht nur symbolisch - der Klimaschutz in die Landesverfassung aufgenommen. Erklärtes Ziel ist es, bis zum Jahr 2050 ein Gleichgewicht zwischen Kohlenstoffemissionen und der Aufnahme von Kohlenstoff aus der Atmosphäre in Kohlenstoffsenken, also Klimaneutralität, herzustellen.

Außerdem wurde festgelegt, den niedersächsischen Energiebedarf bis 2040 bilanziell vollumfänglich mit erneuerbaren Energien zu decken. Vor dem Hintergrund, dass ungefähr 80 Prozent der in Niedersachsen verursachten Treibhausgasemissionen energiebedingt sind, ist dies ein ambitioniertes Ziel.

Darüber hinaus trägt Niedersachsen als wichtiger Agrarstandort eine besondere Verantwortung für die in den Mooren gebundenen Kohlenstoffe. Das Trockenlegen zur landwirtschaftlichen Nutzung oder gar das Abtorfen hat die Moore, die einst große Teile des Landes bedeckten, stark geschädigt. Durch schonende Bewirtschaftung sowie Wiedervernässung können wir einen erheblichen Beitrag leisten, dass unsere Moore zu Kohlenstoffsenken werden. Das würde uns erlauben, an anderer Stelle Treibhausgase zu emittieren, die derzeit noch unvermeidlich sind, ohne unser CO2-Budget zu überschreiten.

Das CO2-Budget

Dieses Budget beschreibt die “Restmenge” an CO2, die global insgesamt noch ausgestoßen werden darf, um das 1,5- bzw. 2-Grad-Ziel zu erreichen. Die CO2-Uhr des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change veranschaulicht, wieviel davon aktuell verbleibt. Mit einem Klick kann man die Schätzungen für beide Temperaturziele vergleichen und sehen, wieviel Zeit im jeweiligen Szenario bleibt.
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