Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz Niedersachen klar Logo

Allgemeine Mietwohnraumförderung

Der Bedarf des Neubaus von Wohnraum ist durch ein von der für den Bauort zuständigen Wohnraumförderstelle zu erstellendes Wohnraumversorgungskonzept nachzuweisen. Für Wohnraum mit Belegungsbindungen bestimmter Art (ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen) entfällt dieser Nachweis.

Voraussetzung für die Förderung eines Mietwohnobjektes ist die vertragliche Verpflichtung der Vermieterin oder des Vermieters, die Wohnungen für einen Zeitraum von in der Regel 30 Jahren - bei Gewährung eines Tilgungsnachlasses von 35 Jahren - nur an Mieterinnen und Mieter zu vergeben, die einen Wohnberechtigungsschein vorlegen und deren Einkommen bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreitet. Die vom Land festgelegte anfängliche Miethöhe darf nicht überschritten werden.

Wohnraum mit Belegungsbindungen bestimmter Art dürfen nur an ältere Menschen (ab 60 Jahre), Menschen mit Behinderungen (mindestens GdB 50) oder hilfe- und pflegebedürftige Personen (Pflegegrad 2 und höher) vermietet werden.

Die Förderung setzt ferner eine Eigenleistung von mindestens 25 % der Gesamtkosten voraus. Die Bewilligungsstelle kann in begründeten Fällen eine geringere Eigenleistung von nicht weniger als 15 % der Eigenleistung zulassen. Das wirtschaftliche Risiko für die Erstellung und den Betrieb des Objektes liegt bei der Investorin oder beim Investor.

Die Förderung erfolgt mit anfänglich zinslosen Darlehen. Darüber hinaus kann ein Tilgungsnachlass in Höhe von 30 % des Darlehensursprungsbetrages in zwei Teilbeträgen gewährt werden, wenn Mietwohnraum für Menschen mit geringen Einkommen geschaffen wird. Zwei Drittel des Betrages werden nach Bezugsfertigkeit und bestimmungsgemäßer Belegung des geförderten Wohnraumes oder dem Abschluss der baulichen Maßnahme vom Darlehensursprungsbetrag abgezogen. Das restliche Drittel nach Ablauf des 20. Jahres. Ergänzend kann ein nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt werden, wenn Wohnraum geschaffen wird, der den Anforderungen an barrierefrei nutzbare Wohnungen gemäß der als technische Baubestimmung eingeführten DIN 18040-2:2011-9, Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 2: Wohnungen entspricht.

Die Förderkonditionen im Einzelnen ergeben sich aus dem Internet-Angebot der NBank, Hannover.

Fragen zu den Förderkonditionen im Rahmen des Mietwohnungsbaus beantworten Ihnen die örtlichen Wohnraumförderstellen bei den Landkreisen, kreisfreien und großen selbständigen Städten sowie selbständigen Gemeinden sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Förderberatung der NBank, Tel. 0511/30031-9333, Fax 0511/3003111333, E-Mail: info@nbank.de.

Artikel-Informationen

erstellt am:
02.09.2020
zuletzt aktualisiert am:
10.08.2022

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln