Niedersachen klar Logo

Gläserne Konversion

Projekttitel

Gläserne Konversion

Handlungsansatz

Partizipatives Bewertungs- und Entscheidungsverfahrens für ein nachhaltiges Flächenmanagement im ländlichen Raum

Schlagworte für Suchfunktion (intern)

Umnutzung Kaserne

Partizipation und Kommunikation

Barnstorf

Konversion

Maßnahmenebene

Kommunale Ebene

Projektträger/ Projektmotor

Samtgemeinde Barnstorf

Projektkurzbeschreibung


- Ausgangslage

Im Dezember 2005 wurde die Hülsmeyer-Kaserne als militärischer Standort aufgegeben. Damit verlor Barnstorf, eine ländlich geprägte Gemeinde, einen bedeutenden Arbeitgeber und stand vor der Herausforderung, eine ca. 20 ha große Fläche, unweit des Ortskerns gelegen, umzunutzen.

(Die Kaserne wurde in den 60er Jahren errichtet; Lage an der B 51 (Osnabrück – Diepholz - Bremen); Vermarktungsversuche scheiterten mehrfach, da die Fläche in der ländlich geprägten Gemeinde als nicht lukrativ eingestuft und als sogenannte „C-Fläche“ bewertet wurde.)

- Ziele

  • Lösung der Nachnutzungsproblematik der Hülsmeyer-Kaserne
  • Gestaltung des demographischen Wandels
  • Sensibilisierung/ Bewusstseinsbildung für ein nachhaltiges Flächenmanagement (Flächeninanspruchnahme für Siedlungs- und Verkehrsflächen in Barnstorf 2.700 m²/Einw. - in Hannover 271 m²/Einw. (Stand: Dez. 2005))


- Vorgehen

Von 2006 – 2009 wurde das Projekt vom Förderschwerpunkt REFINA "Forschung für die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und ein nachhaltiges Flächenmanagement" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert. An der Projektentwicklung beteiligt war, für den Bereich Kommunikation und Partizipation, das Büro „mensch und region“. Hier gelang es, ein EinwohnerInnenbeirat bzw. Bürgerforum als freiwilliges informelles Beteiligungsgremium einzurichten. Die Bestandsaufnahme und ökologische Bewertung des Kasernengebietes übernahm, mit Hilfe einer GIS-gestützten Analyse, die Ingenieurgesellschaft Mull und Partner. Vom Niedersächsischen Institut für Wirtschaftsforschung e.V. wurden die ökonomischen Folgen näher beleuchtet.

- Ergebnisse / Produkte / Instrumente

Der Samtgemeinderat fasste einen Grundsatzbeschluss über ein nachhaltiges Flächenmanagement (09.03.2009).

Darauf aufbauend entstand ein Entwicklungsleitbild, bei dem das Thema „Flächenmanagement“ eine zentrale Rolle spielt.

Bestandteile der Umsetzungsstrategie sind eine GIS-gestützte Datenbank, ein Handlungsleitfaden (mit partizipativen Bewertungs- und Entscheidungsverfahren), die Website www.glaesernekonversion.de (mit internetbasiertem Lernprogramm) sowie das Informationszentrum für Konversion in Barnstorf.

Damit gelang es bisher 350 neue, zivile Arbeitsplätze für Menschen aus der Region in elf Unternehmen zu generieren. Bis auf zwei Gebäude ist der gesamte Komplex der ehemaligen Hülsmeyer-Kaserne vermarktet. Mit dem neu eingerichteten Info-Zentrum auf dem Gelände des Barnstorfer Umwelt-Erlebnis-Zentrums (BUEZ) wird das Thema „Nachhaltiges Flächenmanagement“ auch über das Forschungsprojekt hinaus Gesprächsthema bleiben.

Das Verfahren wurde erfolgreich auf die Konversion der Fürstenauer Pommernkaserne in der Samtgemeinde Fürstenau übertragen (Umnutzung der gesamten Anlage als Ferien- und Freizeitpark).

Weitere Informationen

Internetauftritt „Gläserne Konversion“

Das Projekt „Gläserne Konversion“ im Forschungsschwerpunkt REFINA

AnsprechpartnerInnen

Samtgemeinde Barnstorf (Projektleitung)
- Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers
Telefon: (05442) 80924
E-Mail

www.barnstorf.de

Forschungs-/Prozessbegleitung
„mensch und region“
Birgit Böhm
Telefon: (0511) 444454
E-Mail

www.mensch-und-region.de

Niedersächsisches Institut für Wirtschaftsforschung e.V.
Olaf Krawczyk
Telefon: (0511) 123316-38
E-Mail

www.niw.de

- Mull und Partner Ingenieurgesellschaft mbH
Andreas Bernhardt
Tel: 0511 / 123559-37
E-Mail

www.mullundpartner.de



Gläserne Konversion
Barnstorf
Hülsmeyer Kaserne
Pressebericht  
Artikel-Informationen

01.07.2014

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln