Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Fördermaßnahme "Beweidung" (FM BB 1)

SAB-Logos

(Für die Fördermaßnahme (FM) kann 2017 nur im eingeschränkten Umfang ein Antrag auf Förderung gestellt werden.

Neue Anträge oder die flächenmäßige Erweiterung einer bestehenden Verpflichtung (sowohl bis zu 50 % als auch darüber hinaus) sind möglich, sofern die zuständige untere Naturschutzbehörde bestätigt, dass auf diesen Flächen in der abgelaufenen EU-Förderperiode Mittel aus der Förderrichtlinie "SAB" zur Durchführung von Offenland-Vorhaben (Erstinstandsetzungsmaßnahmen) eingesetzt werden. Es sind jedoch nur Anträge für in den Landkreisen Diepholz, Goslar und Holzminden gelegene Flächen, unabhängig von der Lage der Betriebsstätte des Antragstellers, zulässig. Diese räumliche Beschränkung gilt auch für die Anpassung einer bestehenden Verpflichtung mit einem Zuschlag für die zusätzliche oder ausschließliche Beweidung mit Ziegen. Für die dadurch notwendige Ergänzung des Beweidungsplanes ist die zuständige untere Naturschutzbehörde zu beteiligen.)


Durch die extensive Beweidung werden insbesondere Birken und Sträucher verbissen. Der Deckungsgrad der Krautschicht bleibt dadurch erhalten. Die Verdrängung der Besonderen Biotoptypen wird so verhindert.

Heidschnucken mit Schäfer

Gefördert wird im Rahmen einer 5-jährigen Verpflichtung die Beweidung von montanen Wiesen, Magerrasen, Sand- und Moorheiden (einschließlich Pfeifengrasdegenerationsstadien, die mit Moorheide in Kontakt sind) - ggf. teilweise zusätzlich mit Mahd.

Flächen mit diesen Besonderen Biotoptypen in Initial- oder Degenerationsstadien können in die Förderung einbezogen werden, wenn die UNB die besondere naturschutzfachliche Bedeutung bestätigt.

Gefördert werden können Flächen innerhalb einer festgelegten und jährlich angepassten Förderkulisse, in der die vorstehend genannten Biotoptypen grundsätzlich vorkommen. Die derzeit gültige Förderkulisse können Sie hier einsehen.

Ob auf den Flächen innerhalb der Förderkulisse aber tatsächlich die oben genannten Besonderen Biotoptypen vorkommen, muss bei der zuständigen UNB nachgefragt werden.

Die Beweidung ist nach einem von der zuständigen UNB erstellten Beweidungsplan durchzuführen.

Schafe Sabine Häring-Strotkötter

Bildrechte: MU

Für erschwerte Bedingungen bei der Beweidung (mittlere bis starke Hanglage, Flachgründigkeit, Kleinstparzellierung, flexible Zäunung) von montanen Wiesen und Magerrasen und/oder eine ggf. zusätzlich im zweijährigen Rhythmus durchzuführende Mahd von Teilflächen einschließlich Abtransport des Mähgutes werden jährliche Zuschläge gewährt. Kann die Mahd nur von Hand erfolgen, wird die Beweidung ausschließlich oder zusätzlich mit Ziegen durchgeführt, wird ein weiterer Zuschlag gezahlt. Die Erschwernis muss sich jeweils auf den überwiegenden Teil der Fläche bzw. des Schlages beziehen.

Sonstiges

Weitere Fragen zu den konkreten Bewirtschaftungsbedingungen und Förderhöhen entnehmen Sie bitte dem zum Download beigefügten jeweiligen Merkblatt (s.o.) oder wenden sich an die für Sie zuständige UNB bzw. die für Sie zuständige Bewilligungsstelle der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Informationen insbesondere zur administrativen Abwicklung wie z.B. zu Allgemeinen Teilnahmebedingungen, Antragsformularen, Muster für förderspezifische Aufzeichnungen einschließlich erläuterndem Merkblatt, Frage-Antwort-Katalog etc. finden Sie auf den Seiten des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.


Merkblatt Besondere Biotoptypen

 BB 1 - Beweidung
(PDF, 0,02 MB)

Artikel-Informationen

15.02.2017

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