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Umweltminister Stefan Wenzel will Sicherheit im Zwischenlager Leese verbessern – Hallenneubau als beste Option

Pressemitteilung Nr. 173/2013

Der Niedersächsische Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz Stefan Wenzel will die Sicherheit im Lager Leese (Zwischenlager für schwachradioaktiven Atommüll im Landkreis Nienburg) verbessern. „Wir halten das insbesondere aus Strahlenschutzgründen für notwendig“, sagte der Minister am Montagabend in einer Bürgerversammlung in Leese, zu der Gemeindebürgermeister Grant Hendrik Tonne und sowie der Gemeindedirektor der Samtgemeinde Mittelweser Bernd Müller eingeladen hatten.

Den ersten Hinweis auf einen Handlungsbedarf am Standort Leese bot ein beschädigtes Fass in diesem Sommer. Das korrodierte Fass Nr. 1989 soll einzeln aus einem Fassstapel geborgen und repariert werden. Dies sei technisch aufwändig, so Wenzel. Da nicht auszuschließen sei, dass in den kommenden Jahren weitere der sogenannten Altfässer korrodieren, könne die Bergung im Einzelfall jedoch keine Lösung sein. Im Umweltministerium wurden daher in den vergangenen Monaten verschiedene Varianten für eine Verbesserung der Lagerungslogistik geprüft. Ein Hallenneubau für die „Altfässer“ sei die beste Option, sagte der Minister. Eine Erhöhung des zulässigen Lagervolumens gegenüber dem jetzigen Zeitpunkt sei nicht geplant. „Im Gegenteil“, so Wenzel, „wir prüfen auch, das Lagerinventar auf das unbedingt notwendige und sicherheitstechnisch vertretbare Maß zu beschränken“.

Weiter kündigte Wenzel an, dass die Atomaufsicht für das Lager Leese ebenso wie für die anderen niedersächsischen Zwischenlager für schwach- und mittelaktiven Atommüll künftig im Umweltministerium gebündelt werden sollen.

Artikel-Informationen

17.12.2013

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