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Luftreinhalteplan Hildesheim

1. Erstellung

Der Luftreinhalteplan war erforderlich, weil von der EU-Luftqualitätsrichtlinie vorgegebene Grenzwerte für Feinstaub (PM10) und Stickstoffdioxid (NO2) überschritten wurden. Der Plan wurde im Dezember 2008 durch den Rat der Stadt Hildesheim beschlossen.

2. Sachstand bis 2010

Für das Stadtgebiet von Hildesheim wurde durch das GAA Hildesheim der Bericht „Modellgestützte Voruntersuchung zur Fortschreibung des Luftreinhalteplanes im Rahmen der NO2-Notifizierung - Hildesheim –„ erstellt. Es wurde eine Analyse für das Bezugsjahr 2010 durchgeführt und mit den Messwerten von 2010 verglichen. Bereits im Bezugsjahr 2010 sollten danach in allen Abschnitten im Stadtgebiet Hildesheim der PM10-Jahresgrenzwert (40 μg/m³) und –Tagesgrenzwert (35 Tage > 50 μg/m³) eingehalten werden. Der im Jahr 2010 für NO2 anzusetzende Jahresgrenzwert in Höhe von 40 μg/m³ wurde in zehn Straßenabschnitten in Hildesheim noch überschritten.

3. Fristverlängerung zur Einhaltung des NO2-Jahresgrenzwertes

Da u. a. aufgrund der orientierenden NO2-Messungen mittels Passivsammler davon auszugehen war, dass die mittlere jährliche NO2-Konzentration 2010 über dem Grenzwert von 40 μg/m³ liegen würde, hat die Stadt Hildesheim gegenüber dem Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz zur Weiterleitung an das Bundesumweltministerium und die Europäische Kommission mitgeteilt, von der Möglichkeit der Inanspruchnahme einer Fristverlängerung für NO2 bis 2015 Gebrauch machen zu wollen. Gegen die Verlängerung der Frist für die Einhaltung des in Anhang XI der Richtlinie 2008/50/EG festgesetzten NO2-Jahresgrenzwerts wurden keine Einwände erhoben. Die Verlängerung galt bis zum 1. Januar 2015 (Beschluss der Europäischen Kommission vom 20.2.2013 (C(2013) 900 final)).

4. Entwicklung der Luftqualität

Die sich in den zurückliegenden Jahren abzeichnende NO2-Verminderung hält weiter an. Während im Jahre 2015 noch 46 µg/m³ gemessen wurden, ging der NO­2-Messwert über 44 µg/m³ in 2016 auf 42 µg/m³ im Jahr 2017 zurück und erreichte im Jahr 2018 41 µg/m³. Der validierte Jahresmittelwert 2019 wurde in der Schuhstraße mit 34 µg/m³ ermittelt.


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