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Luftreinhalteplan Braunschweig

1. Erstellung

Der Luftreinhalte- und Aktionsplan für Braunschweig vom Mai 2007 ist die Grundlage für ein Bündel von Maßnahmen der Stadt Braunschweig zur Verringerung der Luftschadstoffbelastung im Stadtgebiet. Der Luftreinhalte- und Aktionsplan war erforderlich, weil von der EU-Luftqualitätsrichtlinie vorgegebene Grenzwerte für Feinstaub (PM10) und Stickstoffdioxid (NO2) überschritten wurden.

2. Sachstand bis 2010

In der Stadt Braunschweig wurden im Jahr 2010 weiterhin NO2-Jahresmittelwerte über dem Grenzwert von 40 μg/m³ registriert. Der Bericht „Modellgestützte Voruntersuchung zur Fortschreibung des Luft-reinhalteplanes im Rahmen der NO2-Notifizierung - Braunschweig –“ zeigte für das Bezugsjahr 2010 bei NO2 für 3 Straßenabschnitte die Überschreitung des im Jahr 2010 geltenden Grenzwertes von 40 μg/m³. Für das Jahr 2010 wurden im Stadtgebiet Braunschweig keine Überschreitungen des Jahresgrenzwerts für PM10 von 40 μg/m³ ermittelt.

3. Fristverlängerung zur Einhaltung des NO2-Jahresgrenzwertes

Die Stadt hat daher gegenüber dem Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz zur Weiterleitung an das Bundesumweltministerium und die Europäische Kommission mitgeteilt, von der Möglichkeit der Inanspruchnahme einer Fristverlängerung für NO2 bis 2015 zur Einhaltung des NO2-Grenzwertes Gebrauch machen zu wollen. Gegen die Verlängerung der Frist für die Einhaltung des in Anhang XI der Richtlinie 2008/50/EG festgesetzten NO2-Jahresgrenzwerts wurden keine Einwände erhoben, sofern der entsprechende Luftqualitätsplan angenommen und der Kommission mitgeteilt wurde. Dieser Plan ist der Kommission so schnell wie möglich übermittelt worden. Die Verlängerung galt bis zum 1. Januar 2015 (Beschluss der Europäischen Kommission vom 20.2.2013 (C(2013) 900 final)).

4. Entwicklung der Luftqualität

Die sich in den zurückliegenden Jahren abzeichnende NO2-Verminderung hält weiter an. Während im Jahre 2015 noch 40 µg/m³ an der Verkehrsstation am Altewiekring gemessen wurden, ging der NO­2-Messwert über 40 µg/m³ in 2016 auf 35 µg/m³ im Jahr 2017 zurück und erreichte dort im Jahr 2018 32 µg/m³. Dieser Effekt zeigte sich auch am Bohlweg in den Jahren 2016/17/18 mit Messwerten in Höhe von 39/36/35 µg/m³. Der validierte Jahresmittelwert 2019 wurde mit 29 µg/m³ am Altewiekring und mit 31 µg/m³ am Bohlweg ermittelt.

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