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Wasserversorgungskonzept Niedersachsen

Ein Wasserhahn im Garten, aus dem ein dünner Wasserstrahl kommt; im Hintergrund sieht man verschwommen Bäume und Büsche   Bildrechte: AdobeStock/DG PhotoStock

In dem 2017 von der niedersächsischen Landesregierung geschlossenen Koalitionsvertrag wurde vereinbart, ein integriertes Konzept im Bereich der Wasserversorgung zu entwickeln. Dieses soll verschiedenen Akteuren innerhalb des Landes die Möglichkeit eröffnen, künftige Handlungsbedarfe frühzeitig erkennen zu können und darauf aufbauend innerhalb des jeweiligen Wirkungskreises vorausschauend entsprechende Handlungsoptionen zu entwickeln.

Ausgangspunkt für diese Aufgabenstellung bilden vielfältige steigende Herausforderungen und Anforderungen (Auswirkungen des Klimawandels, demografische Entwicklungen, etc.), die sich bereits heute und zukünftig auf den Wasserbedarf und das verfügbare Grundwasserdargebot auswirken und zu einer Erhöhung des Nutzungsdruckes auf die Ressource Grundwasser beitragen.

Mit dem Wasserversorgungskonzept Niedersachsen ist eine landesweite, transparente und in die Zukunft gerichtete Informations- und Planungsgrundlage entstanden. Diese soll dabei unterstützen, die Wasserversorgung im Sinne einer nachhaltigen Grundwasserbewirtschaftung entsprechend der regional sehr unterschiedlichen Nutzungsbedarfe und der jeweils zur Verfügung stehenden Ressource weiterzuentwickeln. Das Wasserversorgungskonzept dient dem übergeordneten Ziel der langfristigen Sicherstellung der niedersächsischen Wasserversorgung.

Das Konzept basiert auf der Zusammenstellung der notwendigen fachlichen Grundlagen. Diese wurden über einen partizipativen Prozess erarbeitet, bei dem sowohl die wesentlichen Grundwassernutzer, als auch die Bewirtschafter der Ressource aktiv beteiligt waren.

Im Rahmen des Wasserversorgungskonzeptes erfolgt eine räumliche Bilanzierung des derzeitigen Standes sowie der mittel- und langfristigen Entwicklungen der niedersächsischen Wasserversorgung. Das gewinnbare Grundwasserdargebot und die ermittelten Wasserentnahmen der maßgeblichen Grundwassernutzer werden einander zu verschiedenen Zeitpunkten (2015, 2030, 2050 und 2100) gegenübergestellt. Dadurch soll der jeweils vorliegende und der sich über die Zeit ändernde Nutzungsdruck auf die Ressource Grundwasser sichtbar werden. Gleichzeitig werden auch qualitative Aspekte des Grundwasserdargebotes und bestimmte Schutzgüter wie grundwasserabhängige Landökosysteme und potenziell an das Grundwasser angebundene Oberflächengewässer als ergänzende Informationen bereitgestellt. Für die Abbildung der Bestandssituation der niedersächsischen Wasserversorgung und die Herleitung mittel- und langfristiger prognostischer Betrachtungen wurde eine Kombination aus landesweit vorliegenden Daten und der Expertise der Wassernutzer herangezogen. Die Eingangsdaten wurden rasterbasiert (500m*500m) zusammengeführt und bewertet, sodass unterschiedliche räumliche Betrachtungsebenen abgebildet werden können.

Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme und der prognostischen Einschätzungen wurden in Bezug auf die Entwicklungen der Bedarfe und des Grundwasserdargebotes analysiert, sodass voraussichtliche Probleme und Konflikte, aber auch Chancen der niedersächsischen Wasserversorgung aufgezeigt werden. Basierend darauf wird eine Sammlung erster geeigneter Maßnahmenoptionen zur Verfügung gestellt, durch die eine zukunftsfähige Wasserversorgung für das Land Niedersachsen unterstützt werden kann. Diese gilt es im sich anschließenden Umsetzungsprozess weiterzuentwickeln und umzusetzen.

Das Wasserversorgungskonzept Niedersachsen (Band I), die zugehörigen Nutzungsdruckkarten, eine Kompaktfassung des Konzeptes sowie die Kernaussagen des Konzeptes finden sich im nebenstehenden Downloadbereich. Darüberhinausgehend sind das gewählte Vorgehen und die einzelnen methodischen Arbeitsschritte zur Bestimmung des Nutzungsdruckes in ausführlicher Form im Hintergrunddokument zum Wasserversorgungskonzept Niedersachsen (Band II) für einen vertieften Einstieg in die Thematik dargestellt. Die Karten zum Nutzungsdruck und zu den Nutzungsdruckänderungen, Darstellungen zu hierfür wesentlichen Eingangsgrößen sowie zu weiteren auf Landesebene bedeutsamen Einflussfaktoren werden außerdem zusätzlich auf dem NIBIS® Kartenserver (unter Themenkarten > Hydrogeologie > Wasserversorgungskonzept) zur Verfügung gestellt.

Für Presseanfragen wenden Sie sich bitte an pressestelle@mu.niedersachsen.de, bei Fachfragen bitte an wasserversorgungskonzept@mu.niedersachsen.de.

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