Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Umweltstaatssekretärin: Wolfsbüro verstärkt Monitoring im Bereich Bergen - Risstabellen und Antragsbearbeitung aktualisiert – Weitere Veranstaltungen zum Artenschutz und mit Nutztierhaltern – „Sicherheit der Menschen steht im Mittelpunkt“

Die Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz Almut Kottwitz hat am Montag (heute) in Hannover darüber informiert, dass auf Veran­lassung ihres Ministeriums am vergangenen Wochenende Mitarbeiter des Wolfsbüros auf dem Truppenübungsplatz Bergen und in angrenzenden Bereichen zusätzliche Untersuchungen zum Wolfsmonitoring durchgeführt haben. Das Wolfsbüro wurde dabei von Wolfsberatern unterstützt. Der Anlass waren Schilderungen aus der Region über Nahbegeg­nungen eines Wolfs mit Menschen. Der im vergangenen Sommer besenderte männliche Wolf habe zwar kein aggressives Verhalten gezeigt; er sei jedoch wenig scheu gewesen, hieß es in den Berichten.
Die Mitarbeiter des Wolfsbüros sind den Hinweisen nachgegangen, haben Spuren unter­sucht und dokumentiert und den Aufenthalt des betreffenden Tieres auf dem Truppen­übungs­platz mittels Funkpeilung überprüft.
Nach Auswertung der Untersuchungen und Gesprächen, unter anderem auch mit den Fachleuten der neuen Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf, wird das niedersächsische Wolfsbüro gemeinsam mit dem Umweltministerium entscheiden, ob weitere Maßnahmen ergriffen werden.

Die Staatssekretärin informierte, dass die Optimierung des niedersächsischen Wolfsmoni­torings im Dialog mit Vertretern der Kommunen, der Naturschutzverbände und mit den Nutztierhaltern fortgesetzt wird. Alle verantwortlichen Einrichtungen des Wolfsmanagements würden mit Internetangeboten, Presseinformationen, Pressekonferenzen, Veranstaltungen und in Zusammenkünften vor Ort, die Presse und die Öffentlichkeit über die Arbeit infor­mieren. "Bei allen Aktivitäten zum Wolfsmanagement steht die Sicherheit der Menschen im Mittelpunkt", sagte die Umweltstaatssekretärin.

Konkret sei die Aufarbeitung von Nutztierrissen und der entsprechenden Antragsbearbeitung beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) aktualisiert und beschleunigt worden. Weitere Veranstaltungen mit den Wolfs­beratern und den Nutztierhaltern seien in Vorbereitung.

Darüber hinaus würden für das Wolfsbüro zwei Veterinäre eingestellt, was unter anderem die amtliche Feststellung über den Verursacher eines Nutztierrisses erheblich vereinfachen und beschleunigen soll.

Mehr über den Wolf finden Sie hier>>

Artikel-Informationen

15.02.2016

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln