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Bergwerk Gorleben


Im niedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg ca. 2 km südlich der Elbe liegt auf dem Gebiet der gleichnamigen Gemeinde das Bergwerk Gorleben. Von 1986 -2013 wurde hier geprüft, ob der im Untergrund liegende Salzstock als Endlager für Wärme entwickelnden, hochradioaktiven Abfall geeignet sein könnte. Mit Inkrafttreten des Standortauswahlgesetzes (StandAG) am 27. Juli 2013 wurden die bergmännischen Erkundungsarbeiten in Gorleben beendet. Das Bergwerk Gorleben ist nach dem StandAG weiterhin so lange offen zu halten, wie der Standort Gorleben nicht im Standortauswahlverfahren ausgeschlossen wird.

Im Offenhaltungsbetrieb werden lediglich die zwei Schächte sowie die aus bergbaulichen Anforderungen notwendigen Teile des Infrastrukturbereiches für Wetter und Fluchtwege weiterbetrieben. Hierzu gehört eine befahrbare Verbindung zwischen den Schächten. Der Infrastrukturbereich wurde und wird erheblich verkleinert indem alle nicht benötigten Grubenbaue geräumt und abgesperrt werden.

Die übertägigen Sicherungsanlagen werden auf den Stand einer normalen industriellen Anlage zurückgebaut. Der erforderliche Betriebsumfang der oberirdischen Anlagen wird dem reinen Offenhaltungsbetrieb angepasst und Besucherverkehr findet nicht mehr statt.

Damit findet auch keine weitere Ablagerung von Salz aus dem Bergwerk auf der Salzhalde mehr statt. Vielmehr ist der Betreiber gehalten, Planungen zu umweltverträglichen Langzweitauswirkungen der Halde voranzubringen.

Die Arbeiten bis zum reinen Offenhaltungsbetrieb sollen bis zum 31.12.2018 abgeschlossen sein.

Beteiligung des Landes Niedersachsen im Rahmen des Bergrechts

Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) ist im Bergwerk Gorleben für Aufsicht und Genehmigungsverfahren nach dem Bundesberggesetz (BBergG) zuständig und unterliegt hier der Fachaufsicht des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz.

Die zentrale Genehmigung hierbei ist der jeweils für zwei Jahre zugelassene "Hauptbetriebsplan gemäß § 52 BBergG". Dieser Hauptbetriebsplan (HBP) enthält u. a. Angaben über den Unternehmer und zu den verantwortlichen Personen, zur Betriebsorganisation, zum Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie zu den technischen Einrichtungen über und unter Tage (z.B. Schachtförderung, Fahrzeuge) und zur Bewetterung.

Chronologie Bergwerk Gorleben seit Beendigung der Erkundungsarbeiten

 Chronologie Bergwerk Gorleben ab 2013

Artikel-Informationen

15.02.2018

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