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5,2 Millionen Euro für den Grundwasserschutz – Land schließt Finanzhilfevertrag mit enercity AG

Olaf Lies, Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz (Mitte) und Dr. Susanna Zapreva, Vorstandsvorsitzende enercity AG, stoßen am Trinkwasserbrunnen vor dem Wasserwerk Fuhrberg an  
Olaf Lies, Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz (Mitte) und Dr. Susanna Zapreva, Vorstandsvorsitzende enercity AG, stoßen am Trinkwasserbrunnen vor dem Wasserwerk Fuhrberg an

Pressemitteilung 52/2018

Zur Sicherung der Grundwasserqualität in Niedersachsens größten zusammenhängenden Wasserschutzgebiet Fuhrberger Feld unterstützt das Umweltministerium das Kooperationsmodell Grundwasser zwischen der Wasserwirtschaft sowie der Land- und Forstwirtschaft mit 5,2 Millionen Euro. Einen entsprechenden Finanzhilfevertrag haben das Land und die enercity AG jetzt für die nächsten fünf Jahre abgeschlossen. Umweltminister Olaf Lies: „Das niedersächsische Kooperationsmodell Grundwasserschutz hat sich bewährt. Es fördert die Zusammenarbeit von Wasserwirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft und trägt maßgeblich zur Sicherung der Wasserqualität des Grundwassers zur Trinkwassergewinnung bei. Wie wichtig derartige Kooperationen sind, zeigt der erst jüngst vorgestellte und besorgniserregende Nährstoffbericht der Landesregierung. Vielerorts ist der Nitrateintrag durch die Landwirtschaft zu hoch und belastet unsere Gewässer. Vor diesem Hintergrund ist eine konsequente Umsetzung der 2017 novellierten Düngeverordnung sowie die Weiterentwicklung von Gewässerschutzberatung und freiwilligen Vereinbarungen zum Grundwasserschutz dringend erforderlich."

„Die hohe Qualität des Grundwassers ist die Grundlage für die verlässliche Versorgung unserer Kunden mit gutem und gesundem Trinkwasser. Damit dies langfristig sichergestellt ist, arbeiten wir erfolgreich mit Land- und Forstwirten beim Grundwasserschutz zusammen", erklärt Dr. Susanna Zapreva, Vorstandsvorsitzende der enercity AG. „Jahrelange gute Kooperationspraxis und gut 13 Millionen neu gepflanzter Laubbäume zeigen, dass der vorsorgende Grundwasserschutz gelebte Nachhaltigkeit ist." Zapreva mahnte, im Zulassungsverfahren von Pflanzenschutzmitteln die Grundwasserqualität stärker zu berücksichtigen. „Die Lücke zwischen den Anforderungen der Trinkwasserverordnung und den Vorgaben des Pflanzenschutzrechts muss dringend geschlossen werden".

Das Kooperationsmodell Grundwasser gibt es in Niedersachsen seit 25 Jahren. Landesweit gibt es zur Zeit 74 Kooperationen auf rund 300.000 Hektar land- und forstwirtschaftlicher Nutzfläche. Am Kooperationsmodell Trinkwasserschutz sind 147 Wasserversorgungsunternehmen und etwa 12.000 landwirtschaftliche Betriebe beteiligt. Das Land stellt jährlich rund 18 Millionen Euro für freiwillige Maßnahmen zum Trinkwasserschutz sowie für die Beratung von Landwirten zur Verfügung. Die Arbeit in den örtlichen Kooperationen wird durch Finanzhilfeverträge zwischen Wasserversorgungsunternehmen und dem Land Niedersachsen geregelt.

Die enercity AG gewinnt jährlich im Wasserschutzgebiet „Fuhrberger Feld" rund 40 Millionen Kubikmeter Trinkwasser für die Landeshauptstadt Hannover und weitere Städte und Gemeinden im Versorgungsgebiet. Das entspricht 90 Prozent des Gesamtbedarfs der etwa 700.000 Menschen, die von enercity mit Trinkwasser versorgt werden. Die kommunale Wasserversorgung Hannovers blickt in diesem Jahr auf 140 Jahre zurück. Bereits 1911 nahm das erste Grundwasserwerk im Fuhrberger Feld seinen Betrieb auf.

Beim Schutzkonzept für das Fuhrberger Feld steht neben den freiwilligen grundwasserschonenden Maßnahmen - zum Beispiel Zwischenfruchtanbau im Winterhalbjahr, mehrjähriger extensive Feldgrasanbau und Überführung von Nadelholzbeständen in Laubmischwald - besonders die gezielte Beratung von Land- und Forstwirtschaft im Fokus. Immer mit dem Ziel, die Nitrateinträge wirksam zu reduzieren.

Fotos können Sie hier herunterladen.

Bild 1: Leiter der Wassergewinnung, Andreas Kalix (rechts), erläutert Olaf Lies, Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz (Mitte) und Dr. Susanna Zapreva, Vorstandsvorsitzende enercity AG (links) die Trinkwasseraufbereitung

Bild 2: Wasserwerk Fuhrberg (v.l.n.r.): Rainer Fredermann, MdL, Hermann Wöhler, Sprecher Kooperation Landwirtschaft, Olaf Lies, Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz (Mitte) und Dr. Susanna Zapreva, Vorstandsvorsitzende enercity AG, und Cord-Heinrich Vortmüller, Sprecher Kooperation Forstwirtschaft, stoßen am Trinkwasserbrunnen vor dem Wasserwerk an

Bild 3 und 4: Olaf Lies, Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz (Mitte) und Dr. Susanna Zapreva, Vorstandsvorsitzende enercity AG, stoßen am Trinkwasserbrunnen vor dem Wasserwerk an

Artikel-Informationen

26.04.2018

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