klar

Erste Zwischenbilanz Hochwasserhilfe - Umweltminister Stefan Wenzel: Hilfe läuft an - erste Auszahlungen sind erfolgt - Schadenserhebung in Kommunen und für Wirtschaft und Landwirtschaft läuft

Der Niedersächsische Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz Stefan Wenzel hat in einer ersten Zwischenbilanz über den Stand der Soforthilfe zum Hochwasser im Juli informiert. Demnach sind bis zum Ende der vergangenen Woche von den Kommunen erste Bewilligungsbescheide in Höhe von rund 55.000 Euro erteilt worden, sagte der Minister. „Noch steht die Soforthilfe am Anfang. Wöchentlich wird bilanziert. Wir gehen davon aus, dass das Antragsaufkommen deutlich steigt." Mit einem hohen Schadensaufkommen müsse bei der kommunalen Infrastruktur, in der Land- und Forstwirtschaft und bei den gewerblichen Unternehmen gerechnet werden. Wenzel geht davon aus, dass zu den genannten Bereichen in der nächsten Woche erste Summen genannt werden können. Das Land hat zunächst einen Betrag von 50 Millionen Euro für die Hochwasserhilfe bereitgestellt.

Seit gut zwei Wochen läuft das Soforthilfeprogramm für Privathaushalte. Es soll dabei helfen, finanzielle Notlagen bei der Wiederbeschaffung von Hausrat zu lindern. Die zuständigen Kommunen sind intensiv damit beschäftigt, die eingegangenen Anträge zu bearbeiten und haben in vielen Fällen auch schon mit den Auszahlungen begonnen.
„Die Warnungen der Wetterexperten und Klimaforscher werden leider immer häufiger bestätigt", sagte der Minister. „Ergiebiger Starkregen wird häufiger. Der Klimawandel hat tatsächlich auch einen deutlichen Einfluss auf Hochwasserereignisse." Solide Planung und Vorsorge zahle sich jedoch aus und könne eintretende Schäden mildern. Die Katastrophe in Texas, die derzeit Millionenstädte wie Houston und große Chemieanlagen sehr hart treffe, sei auch mangelnder Vorsorge geschuldet.
Dies würde sich auch aus einer für Niedersachsen vorliegenden wissenschaftlichen Bewertung der Wirkung des globalen Klimawandels auf die Entwicklung der Hochwasserabflüsse ergeben. Die Ergebnisse des Projektes „Globaler Klimawandel - Wasserwirtschaftliche Folgenabschätzungen für das Binnenland" (KliBiW) lassen für die verwendeten Klimaszenarien den Schluss zu, dass Scheitelabflüsse von Hochwasserereignissen in Niedersachsen in der Zukunft deutlich steigen werden. Das Gutachten wird auf dem Gewässerforum des NLKWN am 11. und 12. September in Hildesheim vorgestellt.

Artikel-Informationen

01.09.2017

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln