Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Großfeuerungsanlagen

Bei den Anlagen handelt es sich in der Regel um große industrielle Anlagen zur Energieerzeugung (z.B. Kraftwerke oder industrielle Heizwerke) durch Verfeuerung fossiler Energieträger. Diese Anlagen erzeugen im Rahmen von Verbrennungsprozessen luftverunreinigende Stoffe, wie z.B. Schwefeloxide (SOx), Stickstoffoxide (NOx) und Staub. Andere Verbrennungsprodukte, wie z.B. Kohlendioxid (CO2), tragen zur Erderwärmung bei.

Aus diesem Grund beschloss der Gesetzgeber bereits 1983 nationale emissionsbegrenzende Anforderungen für diese Anlagen, die 1988 mit ähnlichen Anforderungen durch die EU-Richtlinie 88/609/EWG auf alle EU-Länder übertragen wurden. Im Jahre 2001 erfolgte seitens der EU mit der EU-Richtlinie 2001/80/EG eine Überarbeitung und Fortschreibung der Anforderungen an Großfeuerungsanlagen. Diese Änderungen führten zu einer erweiterten Berichterstattungspflicht. Durch die Absenkung der Leistungsgrenze auf 50 MW Feuerungswärmeleistung kam es zu einer Erhöhung der Anzahl der berichtspflichtigen Anlagen. Aufgrund des Anwendungsbereiches der EU-Richtlinie 2001/80/EG existieren in Niedersachsen darüber hinaus allerdings noch große Feuerungsanlagen, die nach der Richtlinie nicht zu berichten sind (z.B. Zuckerfabriken, chemische Industrie). Diese sind hier nicht berücksichtigt. In einigen Großfeuerungsanlagen werden auch Abfälle mitverbrannt, so dass diese dann anderen Berichterstattungspflichten unterliegen. Dieser Umstand kann zu statistischen Abweichungen in den Berichtsdaten für die Großfeuerungsanlagen führen.

Seit dem Berichtsjahr 2004 sind neben den Emissionen an Schwefeloxiden (SOx) und Stickstoffoxiden (NOx) auch die Emissionen von Staub zu berichten. Darüber hinaus sind jetzt auch die zur Energieerzeugung eingesetzten Energiemengen in Terajoule (TJ) anzugeben.

Auf der Niedersachsenkarte sehen Sie die Standorte der 2016 gemeldeten Großfeuerungsanlagen. Durch Anklicken der einzelnen Standorte erhalten Sie Detailinformationen zu den Anlagen. Dem Informationsblatt der jeweiligen Großfeuerungsanlage können Sie vom Betreiber angegebene Daten, wie beispielsweise den Betreiber der Anlage, den Energieeinsatz und die Emissionen an SOx, NOx und Staub entnehmen. Im Informationsblatt finden Sie des Weiteren Angaben zu Jahresemissionen und den Gesamtenergieeinsatz der vorangegangenen vier Jahre.

In den Diagrammen, die Sie über den Link „Großfeuerungsanlagen Jahresemissionen" erreichen, sehen Sie das zusammengefasste Ergebnis der Minderungsanstrengungen der einzelnen Schadstoffemissionen seit 1983 im Verlauf dargestellt. Hier werden die Emissionen für NOx, SOx und Staub aller Großfeuerungsanlagen Niedersachsens in Summe angegeben.



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Artikel-Informationen

11.09.2017

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