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Vergabe der 450 MHz-Frequenzen - Energieminister Olaf Lies begrüßt Zuschlag für 450connect GmbH

„Unser gemeinsamer Einsatz hat sich gelohnt – elementarer Baustein für die Digitalisierung der Energiewende“


PI 033/2021

Die Bundesnetzagentur hat heute darüber informiert, dass das Ausschreibungsverfahren zur Vergabe der 450MHz-Funkfrequenzen abgeschlossen ist und die Bewerbung der 450connect GmbH als die Beste bewertet wurde.

Der niedersächsische Energie- und Klimaschutzminister Olaf Lies, der gleichzeitig auch Vorsitzender des Beirates der Bundesnetzagentur ist, begrüßt die Entscheidung: „Der Zuschlag für die 450connect GmbH stellt die Weichen für eine erfolgreiche Digitalisierung der Energie- und Verkehrswende. Dieses neue Funknetz bietet den Energie- und Wassernetzbetreibern genauso wie anderen Betreibern kritischer Infrastruktur ein ausfallsicheres Kommunikationsnetz und macht sie zudem unabhängig vom öffentlichen Mobilfunk. Dieses Netz leistet bei der Integration auch der Erneuerbaren Energien in die Netze und damit zum Klimaschutz einen elementaren Beitrag. Es wird so zum elementaren Baustein der Energie- und Verkehrswende.“

In dem Frequenzbereich wird nun ein deutschlandweites, besonders sicheres und hochverfügbares LTE-Funknetz für die Energie- und Wasserwirtschaft sowie andere kritische Infrastrukturen entstehen. Dieses 450MHz-Funknetz ist eine entscheidende Voraussetzung für eine sichere und hochverfügbare Kommunikation von Millionen kritischer Machine-to-Machine (M2M)-Anwendungen und damit für die erfolgreiche Energiewende und Transformation hin zu einer nachhaltigen Industrie, Wirtschaft und Mobilität. „Ein maßgeblicher Baustein bei der Digitalisierung ist, das unterschiedliche Anlagen störungsfrei und sicher miteinander kommunizieren können und man Netze mit einer breiteren Datengrundlage besser managen kann. So können mit diesem neuen Netz gerade auch die vielen dezentralen Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energie noch effizienter in die Energiesysteme integriert werden“, ergänzte Lies. Zugleich herrsche nun die notwendige Planungssicherheit für die nächsten Jahre, um die Digitalisierung der Netze auf Basis der 450 MHz-Technik umzusetzen.

Lies weiter: „Dass der Zuschlag der 450-MHz-Frequenzen an das von Unternehmen der Energie- und Wasserwirtschaft getragene Joint Venture 450connect gehen soll beweist, dass deren Frequenznutzungskonzept für die Versorgung kritischer Infrastrukturen überzeugt hat – so kann nun zuverlässig, effizient und zeitnah das Konzept umgesetzt werden. Der Zuschlag ist die Anerkennung des Know-How, das die 450connect GmbH im Aufbau und Betrieb von 450-MHz-Funknetzen und in der Zusammenarbeit mit der Versorgungswirtschaft aufgebaut haben. Der lange Streit mit dem Bundesinnenministerium um die Verwendung dieser Frequenzen hat damit ein endgültiges Ende gefunden. Von Beginn an war es richtig, die Frequenzen für die Energiewirtschaft zu nutzen.“

Bei der 450connect GmbH handelt es sich um einen Zusammenschluss aus vier Gesellschaftern: Der Alliander AG, einem Konsortium regionaler Energieversorger (darunter die niedersächsische EWE NETZ GmbH), der E.ON sowie der Versorgerallianz 450MHz, zu der mehrere Stadtwerke und Energie-und Wasserversorger gehören. Ziel des Unternehmens ist es, zügig ein bundesweites leistungsfähiges Mobilfunknetz auf Basis der LTE-Technologie (4G und 5G) zur Digitalisierung der deutschen Energie- und Wasserwirtschaft sowie weiterer kritischer Infrastrukturen aufzubauen.

Hintergrund: 450 MHz-Frequenzen notwendig für sichere und zukunftsfeste Energiewirtschaft

Die Energiebranche ist auf eine flächendeckende, notfallsichere Kommunikation angewiesen. Insbesondere die Netzbetreiber haben die wichtige Aufgabe, jederzeit eine sichere und zuverlässige Stromversorgung zu gewährleisten und diese im Fall eines flächendeckenden Ausfalls - dem sogenannten Schwarzfall - schnell wiederherzustellen. Hierfür können sie nicht auf Angebote des öffentlichen Mobilfunks zurückgreifen, sondern nur auf eigenständige Netze mit besseren Ausbreitungsbedingungen, einer guten Flächenversorgung und Gebäudedurchdringung. Ein weiterer Vorteil ist zudem, dass für den Frequenzbereich 450 MHz auch LTE-fähige Endgeräte und Hardware zur Verfügung stehen.





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