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Einsatz von MOX-Brennelementen wird kritisch überprüft – Minister Wenzel: „Sicherheit hat höchste Priorität“

Pressemitteilung Nr. 22/2013

Hannover. Im Zuge der in der Woche nach Ostern anlaufenden Revision im Atomkraftwerk Grohnde wird das Niedersächsische Umweltministerium eine kritische Überprüfung des Einsatzes von MOX-Brennelementen vornehmen. „Die Sicherheit hat für die niedersächsische Atomaufsicht höchste Priorität“, sagte Umweltminister Stefan Wenzel am Mittwoch (heute) in Hannover. „Deshalb gehen wir auch den Hinweisen von Bürgern und Bürgerinitiativen nach.“ Die jetzt veranlassten Prüfungen greifen die von der Bürgerinitiative „Regionalkonferenz Grohnde abschalten“ und auch von Greenpeace vorgetragenen kritischen Einwände auf.


Der Einsatz der MOX-Brennelemente werde auf eventuell gravierende Sicherheitsrisiken hin überprüft. Dazu wird die geplante Beschickung des Reaktorkerns mit MOX-Brennelementen mit einem nur aus Uran-Brennelementen bestehenden Reaktorkern verglichen. Die Überprüfung soll Auskunft darüber geben, ob durch die Verringerung der Anzahl der MOX-Brennelemente bis zum Verzicht auf deren Einsatz ein entscheidender Beitrag zur weiteren Vorsorge gegen Risiken für die Allgemeinheit erreicht werden kann.


Die jetzt anlaufenden Prüfungen sind nur der vorgezogene erste Schritt einer umfassenden Sicherheitsüberprüfung der Atomkraftwerke Grohnde und Emsland nach dem Stand von Wissenschaft und Technik.


Im AKW Grohnde sollen im Zuge der Revision acht MOX-Brennelemente eingesetzt werden, die im vergangenen Jahr in das Kraftwerk transportiert worden sind. Die Entscheidung über einen Einsatz der letzten acht, noch im Kraftwerk lagernden MOX-Brennelemente bei der Revision im kommenden Jahr, wird nicht nur von den Ergebnissen der aktuellen Überprüfung abhängen. In einer zweiten Phase, die im Laufe dieses Jahres erfolgt, wird eine intensivere Prüfung des MOX-Einsatzes durchgeführt, sagte Minister Wenzel.

Artikel-Informationen

erstellt am:
27.03.2013
zuletzt aktualisiert am:
28.03.2013

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