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Meldepflichtiges Ereignis im Atomkraftwerk Emsland: Fehlstellung einer Armatur im Kaltwassersystem

Pressemitteilung Nr. 85/2013

HANNOVER. Bei einer Kontrolle des Kaltwassersystems des Kernkraftwerks Emsland (KKE) in Lingen wurde die Fehlstellung einer Armatur festgestellt. Die korrekte Stellung der Armatur wurde umgehend wiederhergestellt. Das Vorkommnis wurde als meldepflichtiges Ereignis der Kategorie N (Normal) eingestuft. Der Kraftwerksbetreiber RWE meldete das Ereignis fristgerecht innerhalb von fünf Werktagen dem niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz, das als atomrechtliche Aufsichts- und Genehmigungsbehörde die Atomkraftwerke in Niedersachsen überwacht.

Die Armaturen in den vier vorhandenen Systemen zur Kaltwasserversorgung werden regelmäßig überprüft. Das Kaltwassersystem dient der Versorgung verschiedener Wärmetauscher mit kaltem Wasser und hat unter anderem die Aufgabe, die Wärmeabfuhr aus Luftkühlern und Umluftgeräten in verschiedenen Räumen sicherzustellen. Die Funktion des Kühlsystems im Normalbetrieb war nicht eingeschränkt. Auch im Fall einer Störung wäre die Versorgung der Wärmetauscher mit kaltem Wasser durch die das Kaltwassersystem gewährleistet gewesen.

Nach der internationalen INES-Skala zur Bewertung von Vorkommnissen ist die Fehlstellung einer Armatur im Kaltwassersystem Stufe 0 zuzuordnen. Unterhalb der Skala werden Ereignisse eingestuft, die keine oder eine sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung haben.

Das Umweltministerium informiert über alle meldepflichtigen Ereignisse in niedersächsischen Atomkraftwerken auf seiner Homepage im Internet. Auf der neuen Seite „Meldepflichtige Ereignisse“ werden auch die verschiedenen Meldestufen erläutert.

Artikel-Informationen

erstellt am:
26.06.2013

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