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erstellt am:
12.02.2026
PI 009/2026
Das Niedersächsische Umwelt-, Energie- und Klimaschutzministerium fördert im Rahmen der Sanierung und des Umbaus des Alten Fischereihafens in Cuxhaven eine Energie und Wärme aus dem Hafenbecken ziehende bundesweit einzigartige thermisch aktivierte Stahlspundwand mit rund 1,4 Millionen Euro. „Die größte Energiespundwand ihrer Art soll die Wärme- und Kälteversorgung des Quartiers klimaneutral und nachhaltig gewährleisten“, so Niedersachsens Energie- und Klimaschutzminister Christian Meyer begeistert. Den Förderbescheid hat der Minister am (heutigen) Donnerstag an den Geschäftsführer der AFH (Alter Fischereihafen Cuxhaven), Thomas Wind, übergeben. „Ein Projekt in dieser Größenordnung, mit Energie aus der Spundwand umliegende Gebäude mit Wärmepumpen klimaneutral zu versorgen, ist einzigartig in Deutschland“, so Minister Meyer.
Mit der Energiespundwand kann eine Heizleistung von 2050 kW und eine Wärmeenergie von ca. 5000 MWh/a klimaneutral als Wärmetauscher aus dem Meerwasser gezogen werden. Ein großer Vorteil dieser Aquathermie als vielseitige und nachhaltige Wärmequelle ist, dass sie mit der Super-Stahlspundwand nicht in das Oberflächengewässer eingreift und so auch sehr ökologisch ist, da kein Wasser verbraucht wird. Mit der gewonnenen Wärme soll ein rund 61.000 m² großes Areal im Alten Fischereihafen mit zahlreichen Gebäuden mit der Wärme aus dem Hafenbecken über Groß-Wärmepumpen geheizt und gekühlt werden. Damit werden erhebliche Tonnen CO2 und der Verbrauch fossiler Rohstoffe wie Gas oder Öl eingespart.
Dies Gesamtzuwendung für dieses innovative Pilotprojekt und größte Aquathermie-Spundwand in einem Hafen beträgt 45 Prozent der Gesamtinvestition von 3,135 Millionen Euro. „Cuxhaven zeigt mit diesem einzigartigen Energieprojekt in einem Hafen, wie innovativ heute die Wärmewende weg von fossilen Energien vorangetrieben wird. Wir müssen die Wärmewende mit aller Kraft vorantreiben, um spätestens 2040 klimaneutral zu sein. Aquathermie bietet uns dabei die Möglichkeit, erneuerbare Wärme aus einer umweltfreundlichen Energiequelle, die an vielen Orten verfügbar ist, zu gewinnen“, so Energieminister Meyer.
Ein wichtiger Baustein beim Klimaschutz – gerade bei der Wärmewende – wird für Niedersachsen daher die Aquathermie aus Gewässern zum Beispiel über Wärmetauscher und Gewässerwärmepumpen sein, deren Potenziale oftmals verbrauchernah, in der Fläche und in großem Umfang verfügbar sind. Meyer: „Die Energiespundwand zeigt besonders gut, wie behutsam und umweltfreundlich klimagerechte Energie aus dem Meerwasser gezogen werden kann, um damit ein Quartier dauerhaft und klimaneutral zu beheizen oder sogar im Sommer zu kühlen. Dass dabei auch technisch innovative Lösungen gebraucht werden und diese als Demonstrationsobjekt für andere Quartiere und Kommunen den Weg für eine klimaneutrale und nachhaltige Wärmeversorgung bereiten können, ist hervorragend.“
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erstellt am:
12.02.2026

