Artikel-Informationen
erstellt am:
29.03.2026
PI 023/2026
Das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer wird erlebbarer, interaktiver und zukunftsorientierter. Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer hat am Wochenende die vollständig erneuerten Dauerausstellungen im Nationalpark-Haus Wittbülten auf Spiekeroog sowie im Watt Welten Besucherzentrum auf Norderney feierlich eröffnet. Die beiden Einrichtungen sind zentrale Orte der Umweltbildung im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer – und setzen im Jahr des 40-jährigen Bestehens des Nationalparks ein starkes Zeichen für moderne Natur- und Klimabildung.
„Die neuen Ausstellungen machen die Faszination des Wattenmeeres erlebbar und schaffen niedrigschwellige Zugänge zu Natur- und Klimathemen. Denn das Wattenmeer verstehen heißt, es zu schützen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Umweltbildung in Niedersachsen – und zeigen gerade im Jubiläumsjahr des Nationalparks, wie wichtig starke Bildungsorte für den langfristigen Schutz dieses einzigartigen Lebensraums sind“, so Umweltminister Meyer.
Spiekeroog: Modernisierte Ausstellung mit Tradition und Forschung
Im Nationalpark-Haus Wittbülten auf Spiekeroog wurde die rund 20 Jahre alte Ausstellung grundlegend erneuert und modernisiert. Unter dem Titel „Leben im Weltnaturerbe Wattenmeer – erleben, erforschen, gestalten“ verbindet sie bewährte Highlights wie Aquarien, das Pottwal-Skelett und ein Inselmodell mit neuen interaktiven und inhaltlich erweiterten Elementen.
Auf rund 400 Quadratmetern wird das Wattenmeer als dynamischer Lebensraum vermittelt – mit dem Fokus auf ökologische Zusammenhänge, Klimawandel und nachhaltige Entwicklung. Die enge Verbindung zur Hermann-Lietz-Schule sowie zur Universität Oldenburg macht das Haus zu einem besonderen Lern- und Forschungsort.
Die neue Ausstellung wurde überwiegend durch Bundesmittel aus dem Förderprogramm „Wattenmeerzentren“ finanziert. Insgesamt wurden rund 1,4 Millionen Euro investiert.
Parallel zur Ausstellungserneuerung wird das Gebäude energetisch saniert und modernisiert. Gefördert durch das Bundesprogramm „Wattenmeerzentren“ werden unter anderem Wärmeschutzmaßnahmen, eine neue Verglasung, eine Wärmepumpe sowie eine Photovoltaikanlage umgesetzt. Rund 80 Prozent der Kosten (etwa 400.000 Euro) werden gefördert; die Maßnahmen sollen bis Ende 2026 abgeschlossen sein.
Norderney: Neue interaktive Erlebniswelt im Watt Welten Besucherzentrum
Im Watt Welten Besucherzentrum auf Norderney erwartet Besucherinnen und Besucher eine komplett neu konzipierte Ausstellung auf rund 600 Quadratmetern. Unter dem Leitthema „Das Wattenmeer: früher – heute – morgen“ wird die Entwicklung dieses einzigartigen Naturraums anschaulich und interaktiv dargestellt. Die neue Ausstellung bietet moderne Nordsee-Aquarien, ein Kino sowie zahlreiche Mitmach-Stationen und wurde gezielt heller, barriereärmer und technikrobuster gestaltet.
Das Besucherzentrum, betrieben von der Stadt Norderney in Kooperation mit dem BUND Niedersachsen, ist eine der meistbesuchten Einrichtungen im Nationalpark: Jährlich kommen über 80.000 Gäste, hier finden jedes Jahr mehr als 1.000 Veranstaltungen statt. Die neue Ausstellung wurde vollständig aus Bundesmitteln mit 2 Millionen Euro finanziert.
Starke Bildungsorte für Natur- und Klimaschutz
Die insgesamt 19 Informations- und Bildungseinrichtungen im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer leisten seit Jahrzehnten einen zentralen Beitrag zur Umweltbildung. Sie sensibilisieren jährlich rund 900.000 Besucherinnen und Besucher für die ökologische Bedeutung und Schutzbedürftigkeit des Wattenmeeres und bieten etwa 10.000 Veranstaltungen an!
Als außerschulische Lernorte vermitteln sie Wissen über Artenvielfalt, Klimawandel und nachhaltige Entwicklung und schaffen unmittelbare Naturerlebnisse für Gäste, Schulklassen und Einheimische. Gleichzeitig stärken sie die Akzeptanz des Nationalparks sowie der Biosphärenregion vor Ort.
Minister Meyer: „Mit diesen wichtigen Investitionen in moderne Ausstellungen stärken wir die Bildungsarbeit im Nationalpark und machen das Wattenmeer für kommende Generationen noch besser verständlich und erfahrbar. Das unterstreicht im Jubiläumsjahr auch den Anspruch, Schutz und Vermittlung kontinuierlich weiterzuentwickeln.“
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erstellt am:
29.03.2026

