Artikel-Informationen
erstellt am:
20.04.2026
zuletzt aktualisiert am:
22.04.2026
Das Niedersächsische Umweltministerium fördert die energetische Sanierung der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Stade aufgrund der innovativen Technik und der hohen CO2-Einsparung von 77 % mit rund Zwei Millionen Euro. Mit dem Projekt wird die veraltete fossile Gaskesselanlage der Schule durch ein modernes, weitgehend regeneratives Energiesystem mit Sonnenergie, Biomasse und Energeieinsparung ersetzt. Der Zuschuss für die IGS Stade aus dem Klimaschutzprogramm des Umweltministeriums in Höhe von Zwei Millionen Euro umfasst rund 51 Prozent der beantragten Investitionen von 3,926 Millionen Euro.
„Schulen machen Klimaschutz. Die IGS Stade zeigt, wie Klimaschutz ganz konkret im Alltag funktioniert – mit effizienter Technik, die Emissionen senkt und gleichzeitig die Versorgung nachhaltig sichert“, sagte Niedersachsens Umwelt- und Energieminister Christian Meyer am (heutigen) Montag, als er Vertreter*innen der Hansestadt und der IGS Stade den Förderbescheid überreichte.
Kern des Vorhabens ist ein Holzvergaser-Blockheizkraftwerk, das künftig gemeinsam mit einer Photovoltaikanlage und moderner Brennwerttechnik die Energieversorgung der Schule übernimmt. Die Stromversorgung erfolgt zusätzlich über eine PV-Anlage. Das Holz stammt aus Abfällen vom städtischen Bauhof in Stade. Zwei Module mit jeweils 100 Kilowatt thermischer und 49 Kilowatt elektrischer Leistung erzeugen Strom und Wärme in Kraft-Wärme-Kopplung. Der Strom wird überwiegend direkt in der Schule genutzt, während die Wärme den Heizbedarf deckt.
Der jährliche Wärmebedarf der IGS liegt bei rund 1,55 Millionen Kilowattstunden. Mit dem neuen Energiesystem der Schule kann ein großer Teil davon künftig aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden. Gleichzeitig wird auch die Gebäudehülle verbessert: Fassade und Fenster werden saniert, um Wärmeverluste zu reduzieren und den Energiebedarf dauerhaft zu senken. Insgesamt lassen sich so rund 371 Tonnen CO₂ pro Jahr einsparen, der Einsatz fossiler Energieträger sinkt um etwa 77 Prozent gegenüber dem bisherigen Zustand.
Minister Meyer zeigte sich vom Engagement der Stadt Stade zum Klimaschutz begeistert: „Klimaschutz macht Schule, lohnt sich und macht uns unabhängig von fossilen Energien wie Kohle, Öl und Gas. Niedersachsen ist Vorreiter bei den Enerneuerbaren Energien, Netzausbau und Speichern. Kommunen haben eine Schlüsselrolle bei der Wärmewende, gerade im Gebäudebestand. Das Projekt der IGS Stade ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie sich Klimaschutz und der wirtschaftliche Betrieb öffentlicher Gebäude miteinander verbinden lassen. Die Stadt Stade zeigt mit dem Projekt, wie Kommunen die Wärmewende im Gebäudebestand aktiv voranbringen können. Solche Lösungen brauchen wir landesweit, um unsere Klimaziele zu erreichen und Niedersachsen bis spätestens 2040 klimaneutral zu machen.“
Die Förderung erfolgt aus der EFRE-Richtlinie "Klimaschutz und Energieeffizienz" für kommunale Gebäude, aber auch Vereins- und Kultureinrichtungen sowie Unternehmen, die besonders viel zum Klimaschutz beitragen. Bislang sind dafür 100 Millionen Euro reserviert; die Landesregierung plant aber, dieses attraktive Programm mit Klimaschutzmitteln des Landes weiter aufzustocken.
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erstellt am:
20.04.2026
zuletzt aktualisiert am:
22.04.2026

