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Drittes LNG-Terminal in Niedersachsen - Olaf Lies kündigt nächste Taskforce an: „Wilhelmshaven perfekter Standort – Niedersachsen ist das neue energiepolitische Zentrum der Republik“

PI 129/2022


Heute hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck mit dem Unternehmen Tree Energy Solutions (TES) eine Vereinbarung über den Standort für ein weiteres schwimmendes LNG-Terminal unterzeichnet. Diese fünfte FSRU (Floating Storage and Regasification Unit) soll in Wilhelmshaven festmachen. Nach dem ersten Standort in Wilhelmshaven (Inbetriebnahme Winter 2022) und dem in Stade (Inbetriebnahme Herbst 2023) ist das die dritte von insgesamt fünf FSRUs des Bundes, die an der Niedersächsischen Küste installiert werden. Auch über diese FSRU soll noch vor dem Winter 2023 Gas importiert werden.

„Der Standort Wilhelmshaven als einziger deutscher Tiefwasserhafen ist perfekt geeignet für den Import von zunächst fossilen und schon in wenigen Jahren dann grünen Gasen. Wir beweisen hier derzeit nicht nur, dass wir in der Lage sind innerhalb kürzester Zeit, die notwendige Infrastruktur zu planen, zu genehmigen und zu bauen. Wilhelmshaven bietet auch die entsprechende Leitungskapazität, die wir brauchen, um das Gas ins deutsche Netz einzuspeisen“, kommentiert Niedersachsens Energieminister Olaf Lies die neuerliche Standortentscheidung für Wilhelmshaven. „Alles, was wir hier gerade tun hilft uns, schneller klimaneutral zu werden. Ob Leitungen, Terminals an Land oder schwimmend – alles können wir nach einer Übergangsphase mit fossilem Gas für den Import von grünen Gasen nutzen. LNG-Terminals an unserer Küste, Windenergie Offshore und Onshore, Photovoltaik, der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft durch die IPCEI-Projekte und unsere stetigen Fortschritte beim Netzausbau: Niedersachsen wird zum neuen energiepolitischen Zentrum der Republik.“

Lies kündigte in diesem Zusammenhang ebenfalls die Einrichtung einer weiteren Taskforce für die schnelle Planung, Genehmigung und Bau des Anlegers: „Wir zeigen Deutschland und Europa gerade bereits am ersten Standort in Wilhelmshaven und an dem in Stade, was wir meinen, wenn wir von einer neuen Deutschlandgeschwindigkeit für Planung, Genehmigung und Bau dieser wichtigen Infrastruktur sprechen. Das wird auch in Berlin registriert. Und daher ist die heutige Entscheidung auch eine ganz bewusste für Niedersachsen. Denn auch den zweite Standort in Wilhelmshaven werden wir mit dieser Geschwindigkeit angehen.“ Um die Geschwindigkeit aufrecht zu erhalten, sollen außerdem 14 zusätzliche Fachleute aus anderen Ministerien der Landesregierung abgeordnet werden. Die zuständigen Behörden für die Genehmigungen - der NLWKN für wasserrechtliche Genehmigungen für den Bau des Anlegers, die Gewerbeaufsicht für die immissionsschutzrechtlichen Genehmigungen und das LBEG für die Genehmigung der Pipelineanbindung - arbeiten mit den Projektpartnern eng zusammen und unterstehen direkt oder fachlich dem Niedersächsischen Umweltministerium. „Wir bündeln so alle Kräfte, um mit unseren Kompetenzteams und können so die schnelle Umsetzung sicherstellen.“

Abschließend wies Lies darauf hin, dass weiter auch ein dritter Standort am Anleger der NWO in Wilhelmshaven zur Verfügung steht: „Es geht hier nicht darum, wo in Deutschland welches LNG-Terminal installiert wird. Es geht darum, dass wir spätestens bis zum übernächsten Winter alle Möglichkeiten ausschöpfen können, die uns diese schwimmenden Terminals bieten, um unabhängig vom russischen Gas zu werden. Der Bund kennt die Vorteile auch des dritten Standortes sehr genau und weiß, dass wir als Niedersachsen hier umgehend loslegen können.“


  Bildrechte: MU

Artikel-Informationen

erstellt am:
01.09.2022
zuletzt aktualisiert am:
02.09.2022

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