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Stefan Birkner zum Tag der Meere: Entwicklung von maritimen Regionen mit Meeresschutz verbinden

Pressemitteilung Nr. 41/2012

HANNOVER. „Der Meeresschutz hat gerade für das Küstenland Niedersachsen eine besondere Bedeutung“. Das sagte Umweltminister Stefan Birkner aus Anlass des heutigen Europäischen Tages der Meere. Der Europäische Tag der Meere soll jedes Jahr am 20. Mai die Bedeutung der Meere und Ozeane unterstreichen und Wege aufzeigen, wie sich nachhaltige Entwicklung von maritimen Regionen mit dem Schutz der Meere verbinden lässt.

Der Minister wies dabei besonders auf die europäische Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie hin. Niedersachsen habe zusammen mit den anderen Küstenländern und dem Bund eine Anfangsbewertung des Zustands der Nordsee vorgelegt. Außerdem gäbe es eine Beschreibung des guten Zustands und darauf aufbauend eine Zieldefinition. Alle Papiere haben gerade die Öffentlichkeitsbeteiligung durchlaufen. Hieraus hat sich eine Vielzahl von wertvollen Hinweisen ergeben, die zurzeit in die Berichte für die Europäische Kommission eingearbeitet werden.

„Um einen guten Zustand sicherzustellen, müssen die Meere europaweit stärker geschützt werden, zum Beispiel durch die weitere Begrenzung der Einleitung von Nähr- und Schadstoffen oder durch Maßnahmen zur Vermeidung und Bekämpfung von Müll im Meer. Wir müssen auch der Einschleppung nichtheimischer Tier- und Pflanzenarten entgegenwirken. Damit können die Artenvielfalt und die Bestände auch für unsere nachfolgenden Generationen erhalten werden“, sagte Birkner.

Mit der Ausweisung weiter Teile des niedersächsischen Küstenmeeres als Nationalpark hat Niedersachsen in seinem Verantwortungsbereich sowohl in der Vergangenheit als auch in den letzten Jahren wichtige Beiträge geleistet, den Schutz von Arten und Lebensräumen zu verstärken. Dies wurde auch durch die Anerkennung des Wattenmeeres als UNESCO-Weltnaturerbe gewürdigt. Damit sei aber noch nicht alles getan.

„Der Schutz der Meere beginnt schon an Land“, sagte der Minister. Alle Einleitungen landeten im Meer, das müsse jedem bewusst sein. „Auch ist es notwendig, sich stärker mit dem Plastikmüllproblem zu beschäftigen. Plastikmüll wird im Meer kaum abgebaut, sondern lediglich zerkleinert und immer feiner verteilt. Über die Nahrungskette landet dies dann in Fischen und Seevögeln, mit derzeit noch kaum abzuschätzenden Folgen“, so der Umweltminister.

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erstellt am:
20.05.2012

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