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Übungsreaktor der Leibniz Universität Hannover aus Atomrecht entlassen

Pressemitteilung Nr. 118/2019

Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz hat am (heutigen) Mittwoch den „Siemens-Unterrichts-Reaktor (SUR) 100 Hannover“ der Leibniz Universität Hannover aus der atomrechtlichen Überwachung entlassen. „Damit ist auch der milliardenschwere Weg in die Sackgasse Atomenergie an dieser Stelle zu Ende“, so Umweltminister Olaf Lies. „Jetzt ist es an der Zeit, in Energieformen der Zukunft zu investieren.“

Der „SUR 100 Hannover“ wurde zwischen 1971 und 2008 betrieben, besaß allerdings eine sehr geringe Leistung von 100 Milliwatt und diente damit reinen Ausbildungszwecken. Der Reaktorkern wurde im Jahr 2008 entsorgt. Seitdem war die Anlage kernbrennstofffrei.

Anschließend erfolgen Stilllegung und Abbau gemäß dem Genehmigungsbescheid aus Januar 2017, eng begleitet und kontrolliert von zugezogenen Sachverständigen. Die angefallenen Stoffe, beweglichen Gegenstände, Gebäude, Anlagen oder Anlagenteile des „SUR 100 Hannover“ wurden gemäß den Regelungen der Strahlenschutzverordnung freigegeben, sodass die Leibniz Universität Hannover diese ab sofort wieder anderweitig nutzen kann. Nur eine geringfügige Menge radioaktiven Abfalls (wie er auch in den Bereichen Medizin, Forschung und allgemeiner Industrie anfällt) wurde an die Landessammelstelle Niedersachsen abgeliefert.


Artikel-Informationen

18.09.2019

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