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Umweltminister Stefan Wenzel: „11 Millionen Euro für den Gewässerschutz“

Pressemitteilung 8/2013

HANNOVER. Für den Gewässerschutz ist eine effektive Abwasserreinigung von höchster Bedeutung. Deshalb unterstützt das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz mit Mitteln aus dem EU-Förderprogramm EFRE auch in diesem Jahr Maßnahmen der kommunalen Abwasserbeseitigung in Niedersachsen. „Diese Investitionen dienen dem Zweck, den Eintrag von Schadstoffen in die Gewässer nachhaltig zu verringern", sagte Umweltminister Stefan Wenzel am Dienstag in Hannover. „Und gleichzeitig leisten wir damit einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie."

Beispielsweise werden in den Landkreisen Cuxhaven und Rotenburg einzelne Orte an die kommunale Abwasserbeseitigung angeschlossen, im Landkreises Emsland wird die biologische Stufe zweier Behandlungsanlagen optimiert sowie eine anaerobe Vorbehandlungsanlage gebaut. Auch in den Landkreisen Grafschaft Bentheim, Göttingen, Harburg, Lüneburg, Northeim, Osnabrück und Uelzen werden Abwassermaßnahmen gefördert. „Das förderfähige Gesamtinvestitionsvolumen aller Projekte beläuft sich auf rund 11 Millionen Euro“, erklärte Minister Wenzel. „Mit diesen Maßnahmen verbessern wir nachhaltig die Gewässergüte.“

Hintergrund:

Im Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft ist das Ziel verankert, eine harmonische Entwicklung der Gemeinschaft als Ganzes zu fördern und eine Politik zur Stärkung des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts zu entwickeln, indem Entwicklungsunterschiede zwischen den Regionen verringert werden. Ein wichtiges Instrument hierzu ist der Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Mit dem EFRE werden EU-weit Programme in den Bereichen regionale Entwicklung, wirtschaftlicher Wandel, verbesserte Wettbewerbsfähigkeit und territoriale Zusammenarbeit gefördert. Die EFRE-Mittel zur Verringerung von Schadstoffeinträgen in Gewässer dienen der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie. Die Träger von Abwasserbeseitigungsmaßnahmen können Anträge nach der Förderrichtlinie „Kommunale Abwasserbeseitigung“ bei der Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank) erhalten. Fachtechnische Informationen erteilen die Betriebsstellen des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN).

Förderung von Abwassermaßnahmen aus dem EFRE

(Ziel: Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung)

Projektliste der Vorhaben der kommunalen Abwasserbeseitigung (über dem Stand der Technik) in 2013


Träger

Landkreis

Maßnahme


TAV Bad Bentheim, Schüttorf, Salzbergen und Emsbüren

Grafschaft Bentheim

Gewässerschutzmaßnahmen im Stadtgebiet Bad Bentheim



Abfallwirtschaftsbetrieb LK Emsland

Emsland

Betriebsoptimierung der biologischen Stufe der DSW-Behandlungsanlage Dörpen



Abfallwirtschaftsbetrieb LK Emsland

Emsland

Betriebsoptimierung der biologischen Stufe der DSW-Behandlungsanlage Venneberg



Stadt Haselünne

Emsland

Bau einer anaeroben Vorbehandlungsanlage in der KA Haselünne



Flecken Bovenden

Göttingen

Trennung der Mischwasserkanalisation im Bereich des Bovender Altdorfs im Abschnitt 3 – Auf dem Plane/Burgstraße



Stadt Moringen

Northeim

Ertüchtigung der Belebung auf der Kläranlage Moringen



Gemeinde Hagen am Teutoburger Wald

Osnabrück

Verbesserung der Reinigungsleistung der Kläranlage Hagen a. T. W.




Förderung von Abwassermaßnahmen aus dem EFRE (Ziel: Konvergenz)

Projektliste der Vorhaben der kommunalen Abwasserbeseitigung in 2013


Träger

Landkreis

Maßnahme


Stadt Uelzen

Uelzen

MAP-Fällung Zentralrücklauf KA Uelzen


Samtgemeinde Amelinghausen

Lüneburg

Umstellung der Mischwasser- auf Trennkanalisation in der Gemeinde Soderstorf, OT Raven



Stadt Buchholz i. d. N.

Harburg

Schmutzwasserkanalbau Dibbersen, 4. Bauabschnitt, Lage WSG Woxdorf



Gemeinde Loxstedt

Cuxhaven

Anschluss des Ortes Ueterlande – „Auf der Jührde“ an die KA Bremerhaven



Gemeinde Sittensen

Rotenburg

Anschluss des Ortes Wohnste an die KA Sittensen



Stadt Visselhövede

Rotenburg

Neubau einer Schmutzwasserentwässerung im Bereich Ottingen u. Riepholm mit Anschluss an die KA Visselhövede








Artikel-Informationen

erstellt am:
26.02.2013

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