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Externen Lagerhalle Unterweser LUW

Standort

Gemeinde Stadland (am Standort des Kernkraftwerks Unterweser / KKU).

Zweck

Umgang mit radioaktiven Stoffen gemäß Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) mit einem maximalen Gesamtaktivitätsinventar von bis zu 1,85 E+15 Bq.

Die Genehmigung umfasst den Betrieb der Lagerhalle und einer Versandstation einschließlich des Transports von radioaktiven Abfällen mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung auf dem Betriebsgelände der LUW und ermöglicht auch die Aufbewahrung endlagergeeigneter radioaktiver Abfälle des Kernkraftwerks
Stade / KKS.

Die Kapazität der Lagerhalle beträgt ca. 7670 Einheitsgebinde (bezogen auf ein
200 l-Fass).

Die Externe Lagerhalle Unterweser besteht aus einer Versandstation und einem daran anschließenden Lagerteil auf einer Gebäudegrundfläche von insgesamt
ca. 1.900 m².

Inbetriebnahme

Am 24.06.1981 wurde durch das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg die bis zum 31.12.1995 befristete Genehmigung nach § 3 der damals geltenden StrlSchV erteilt zum

„Umgang mit radioaktiven Abfällen – ausgenommen Kernbrennstoffe – in einer Lagerhalle und Versandstation auf einem nördlich vom Kernkraftwerk Unterweser liegenden Gelände“.

Betreiberin

BGZ - Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH

Nach dem Gesetz zur Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung (Entsorgungsneuordnungsgesetz) vom 27. Januar 2017 wurde die LUW zum 1. Januar 2020 auf die bundeseigene BGZ - Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH mit Sitz in Essen übertragen. Bis Ende 2019 die PreussenElektra GmbH mit Sitz in Hannover.

Erteilte Genehmigungen

Nach der Genehmigung vom 24.06.1981 wurde mit der Genehmigung vom 29.11.1991 der PreussenElektra AG als Genehmigungsinhaberin insbesondere eine Erweiterung der Zwischenlagerung hinsichtlich zusätzlicher Behältertypen gestattet, die Tritiumaktivität je Abfallgebinde auf 4,0 E+9 Bq begrenzt und die Befristung des Umgangs mit radioaktiven Abfällen bis zum 31.12.1998 verlängert.

Nach der Genehmigungsübertragung auf die PreussenElektra Kernkraft GmbH & Co KG 1998 erfolgte mit dem Bescheid vom 06.11.1998 die Aufhebung der Genehmigungsbefristung. Der Betrieb der LUW kann sich damit bis zum Abruf der zwischengelagerten radioaktiven Abfälle durch eine Einrichtung des Bundes zur Sicherstellung und zur Endlagerung radioaktiver Abfälle erstrecken, längstens jedoch bis drei Jahre nach der Inbetriebnahme einer solchen Einrichtung.

Am 18.06.2001 wurde der E.ON Kernkraft GmbH (EKK) die Genehmigung zur Erweiterung des Umgangs mit radioaktiven Abfällen aus den Kernkraftwerken Unterweser und Stade in der LUW bezüglich Behältertypen und Abfallarten erteilt.

Nach der am 01.07.2016 erfolgten Umfirmierung der EKK in die PreussenElektra GmbH (PEL) war die PEL bis zum 31.12.2019 Genehmigungsinhaberin für die LUW, zum 01.01.2020 ist der Betrieb auf die BGZ - Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH übertragen worden.

Meldepflichtige Ereignisse

Seit Inbetriebnahme kam es zu keinen meldepflichtigen Ereignissen.

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