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Moorschutzprogramm - Hochmoore in Niedersachsen

Mit dem niedersächsischen Moorschutzprogramm Teil I (1981) und Teil II (1986) wurde eine wesentliche Grundlage zum Hochmoorschutz geschaffen, dessen Ziele seit dieser Zeit kontinuierlich umgesetzt werden. Mit der naturschutzfachlichen Bewertung der Hochmoore im Jahr 1994 wurde das Moorschutzprogramm erweitert. Hochmoore des Berglandes (Harz/Solling) sind nicht erfasst.

In Teil I des Moorschutzprogramms wurden 1981 insgesamt 88 Hochmoore des Flachlandes erfasst, die als Torflagerstätten bedeutsam sind und eine hohe Bedeutung für den Naturschutz haben. Überwiegend wird bzw. wurde in diesen Mooren industrieller Torfabbau betrieben.

In Teil II des Moorschutzprogramms wurden 1986 - ergänzend zu den Mooren des Moorschutzprogramms Teil I mit industrieller Abtorfung - die restlichen 263 Hochmoore des Flachlandes sowie 148 Kleinsthochmoore aufgenommen. Die Kleinsthochmoore sind nicht digital erfasst. Die Kulisse umfasst damit Moore überwiegend ohne abbauwürdige Teilflächen sowie - in Ergänzung zum MSP Teil I - 5 weitere Moore, die Bedeutung als Torflagerstätte haben.

Mit der naturschutzfachlichen Neubewertung der Hochmoore wurde das Moorschutzprogramm im Jahr 1994 erweitert. Bei der Neubewertung wurden alle 92 Hochmoore mit industriellem Torfabbau hinsichtlich ihrer aktuellen Bedeutung für den Naturschutz eingeschätzt. Zusätzlich wurde erstmals auch das landwirtschaftlich genutzte Hochmoorgrünland aufgrund seiner Bedeutung als Pufferzone und eigenständiger Lebensraum für eine auf Feuchtgrünland angewiesene Pflanzen- und Tierwelt sowie seiner Funktion für die Biotopvernetzung in das Moorschutzprogramm einbezogen.

Als thematische Layer stehen zur Verfügung:

  • MSP Teil I (1981)
    Es liegen Informationen vor über die aus landesweiter Sicht für den Naturschutz wertvollen Flächen, differenziert nach den Kategorien "wertvollster Bereich - keine Abtorfung", "Abtorfung unter Berücksichtigung der Ziele des Naturschutzes möglich" sowie "laufende oder abgeschlossene Abtorfung - Regeneration anzustreben".
  • MSP Teil II (1986)
    Es liegen Informationen vor über die aus landesweiter Sicht für den Naturschutz wertvollen Teilflächen außerhalb der Kleinsthochmoore, differenziert nach den Kategorien "natürliches und naturnahes Hochmoor" sowie "degeneriertes oder stark verändertes Hochmoor". Die Kleinsthochmoore sind nicht digital erfasst.
  • Neubewertung (1994)
    Es liegen Informationen vor über die aus landesweiter Sicht für den Naturschutz wertvollen Flächen außerhalb der Bereiche mit Abbaugenehmigungen.
  • Abgrenzung des HochmoorkomplexesGeologisch definierte Hochmoorgrenzen (Grenze der Torflager mit mindestens 30 cm Mächtigkeit) der Moore des MSP I

Eine landesweite Abgrenzung der Hochmoore Niedersachsens (ohne die des Berglandes/Harz und Solling) ergibt sich aus den "Hochmooren in ihren Grenzen" und dem Moorschutzprogramm Teil II (1986).


Birken

Moorlandschaft in Worpswede

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Artikel-Informationen

10.11.2016

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