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Preisverleihung Klimaschutzwettbewerb

„Niedersächsische Klimakommune 2010“: Der Titel geht heute an die Region Hannover, die Stadt Emden und die Samtgemeinde Harsefeld


Pressemitteilung Nr. 91/2010

HANNOVER. Die Region Hannover, Stadt Emden und die Samtgemeinde Harsefeld dürfen ab sofort den offiziellen Titel „Niedersächsische Klimakommune 2010“ tragen. Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung des Niedersächsischen Klimaschutzwettbewerbes „Klima kommunal 2010“ haben der Niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander, die Niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan und Frank Klingebiel, Oberbürgermeister Salzgitter und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände, die drei Kommunen heute (Mittwoch) im Alten Rathaus in Hannover für vorbildliche Klimaschutzaktivitäten und kommunales Energiemanagement ausgezeichnet. Der Preis ist mit jeweils 20.000 Euro dotiert.

Mit diesem Wettbewerb fördern die Niedersächsische Landesregierung und das Projekt „Klimawandel und Kommunen“ innovative Aktivitäten zur Energieeinsparung niedersächsischer Kommunen und tragen somit dem kommunalen Klimaschutz Rechnung. „Ziel ist es, auf kommunaler Ebene Anreize für ein nachhaltiges Klimaschutzengagement zu bieten, denn gerade die Landkreise, Städte und Gemeinden sind wichtige Schaltstellen für den Klimaschutz“, betonte Umweltminister Hans-Heinrich Sander. Das Niedersächsische Umweltministerium hat für den Wettbewerb „Klima kommunal 2010“ Preisgelder in der Gesamthöhe von einer Million Euro zur Verfügung gestellt. „Uns ist es ein wichtiges Anliegen, die Kommunen bei diesen Aktivitäten und Projekten zu unterstützen – denn Klimaschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, sagte Sander. Die Auszeichnung mit dem Prädikat „Niedersächsische Klimakommune 2010“ sei eine Belohnung für langjährige, konsequente und erfolgreiche Maßnahmen zur CO2-Reduzierung und Energieeffizienz. „Kommunen spielen eine Hauptrolle, wenn es darum geht, Klimaschutz lokal zu verankern. Je früher wir uns der globalen Herausforderung Klimaschutz stellen, desto eher werden wir Erfolge erzielen. Dazu müssen wir alle an einem Strang ziehen“, so Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan.

An dem Klimaschutzwettbewerb „Klima kommunal 2010“ haben insgesamt 106 Kommunen, Städte und Samtgemeinden teilgenommen. Neben den drei Preisträgern des Titels „Niedersächsische Klimakommune 2010“ wurden heute weitere 21 Kommunen mit Preisgeldern in der Höhe von bis zu 50.000 Euro ausgezeichnet. Das Preisgeld soll als Anschubfinanzierung zur mittelfristigen Realisierung von bereits geplanten Projekten und Initiativen beitragen. „Der Wettbewerb ist auf eine sehr gute Resonanz in den niedersächsischen Kommunen gestoßen. Ich freue mich über die vielen kreativen Wettbewerbsbeiträge, die den hohen Stellenwert des Klimaschutzes in den Kommunen deutlich machen“, sagte Oberbürgermeister Frank Klingebiel.

Unter den Gewinnern, die sich über Preisgelder in der Höhe von maximal 80 Prozent der Projektkosten freuen, ist beispielsweise das Sanierungskonzept für die Berufsbildenden Schulen des Landkreises Stade: Wärme aus Solarthermie wird im Erdreich gespeichert und im Winter über Geothermie genutzt. Auf den konsequenten Einsatz erneuerbarer Energien hat die Gemeinde Uetze beim Neubau eines Kindergarten-Familienhauses gesetzt. Der Landkreis Hameln-Pyrmont will die Bevölkerung wiederum künftig in einer Klimaschutzagentur über Energieeinsparungen und effizientes Sanieren informieren und die Inselgemeinde Juist hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2020 klimaneutral zu sein.

Eine unabhängige Fachjury hatte die Beiträge der Teilnehmer nach Kriterien der Energieeffizienz und CO2-Vermeidung sowie des innovativen Vorbildcharakters beurteilt. Sämtliche Projekte zeichnen sich durch ein hohes kreatives Engagement aus und werden in Kürze von „Klimawandel und Kommunen“ in einer Broschüre dargestellt.

Wettbewerb „Klima kommunal 2010“ Die Jury des Wettbewerbs „Klima kommunal 2010“ hat folgende Kommunen als Preisträger benannt. Das Preisgeld beträgt max. 80 % der Projektkosten und höchstens 50.000 Euro.

Kommune

Projekt

Projekt-investition

Preisgeld

Inselgemeinde Juist

Konzept Klimainsel Juist

- „klimaneutrale“ Insel innerhalb von 10 Jahren; Maßnahmenbündel

91.500 €

50.000 €

Gemeinde

Hodenhagen

Gutachten Geothermienutzung in Wärmenetzen

- Beauftragung einer Machbarkeitsstudie zur Nutzung der Erdwärme in einem Wohngebiet

18.264 €

14.611 €

Gemeinde Dötlingen

„Energieeffizientes Dötlingen - energetische Sanierung der Wassermühle“

- energetische Sanierung denkmalgeschützter Mühle; öffentlichkeitswirksame Maßnahme

46.000 €

36.800 €

Gemeinde

Liebenburg

Zentrales Energiemanagement

-Einführung des zentralen Energiemanagements als Baustein des Gebäude- und Liegenschaftsmanagements, Reduzierung Strom- und Wärmeverbrauch in kommunalen Liegenschaften

25.000 €

20.000 €

Gemeinde

Worpswede

Energiekindergartenhaus

- Die Gemeinde Worpswede plant die energetische Sanierung des Kindergartens (Baujahr 78) zum Energiehaus und die Anlage eines öffentlichen Energiepfades für Kinder und Erwachsene. Projekt zur Klimabildung von Kindern

306.736 €

50.000 €

Stadt Löningen

Fernwärmeverbund

- Infrastrukturmaßnahme zur Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung, Wärmeversorgung kommunaler Liegenschaften aus Biogas-BHKW

1.899.000 €

50.000 €

Gemeinde

Wardenburg

Vision 2025 – Bestandsoffensive Wohngebäude

- Projekt zur energetischen Altbausanierung unter Einbeziehung des örtlichen Handwerks

9.000 €

7.200 €

Gemeinde Uetze

Neubau Familienhaus der Zukunft

- optimale Ausnutzung vorhandener Wärmeinfrastruktur – Anschluss an bestehendes BHKW, Einsatz erneuerbarer Energien

950.000 €

50.000 €

Stadt Schortens

Energiesparkids in Frieslands Kitas

- breit angelegtes Projekt zur Bewusstseinsbildung von Kindern

95.000 €

50.000 €

Stadt Barsinghausen

Heizungsregelsystem via Internet

- Einbau computergestützter Heizungssteuerung in Schulzentrum; Energieeffizienzmaßnahme

35.000 €

28.000 €

Stadt Papenburg

Nachhaltiges Baugebiet

- Projekt zur nachhaltigen, ökologischen Siedlungsentwicklung

20.000 €

16.000 €

Stadt Buchholz in der Nordheide

3 E Initiative

-Landkreis- und länderübergreifende Initiative zur Einrichtung einer energetischen Liegenschaftsdatenbank und verbesserte Energieeffizienz in öffentlichen Liegenschaften

24.000 €

19.200 €

Landkreis

Lüchow-Dannenberg

Nachhaltiger Tourismus Im Wendland

- Aktive Vermietung von Biogasautos und E-Fahrräder an Touristen

150.000

50.000 €

Stadt Wolfsburg

Energieeffizienz im Denkmalschutz

- Energetische Sanierung eines denkmalgeschützten Gebäudes; Pilotprojekt

650.000

50.000 €

Stadt Göttingen

KlimaPlanStadtentwicklung

- Grundsätze des Klimaschutzes in der F-planung, Gutachten zum Mobilitätsmanagement, zur Siedlungsentwicklung und zur Klimafolgenanpassung

170.000 €

50.000 €

Landkreis Peine

Planet Pe

- Bildung und Öffentlichkeitsarbeit zum Klimaschutz, Zielgruppe Schüler

50.000 €

40.000 €

Landkreis

Hameln-Pyrmont

Aufbau einer Klimaschutzagentur

- Aufbau einer Klimaschutzagentur auf Landkreisebene, u.a. zur Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes des Landkreises Hameln-Pyrmont

380.000 €

50.000 €

Stadt Osnabrück

Osnabrücker Quartiersentwicklungskooperation

- Quartiersanierungsbetreuer soll in einem Stadtteil Eigentümer von privaten Wohngebäuden im Hinblick auf energetische Sanierungen beraten

65.000 €

50.000 €

Landkreis Stade

Energiekonzept Berufsbildende Schulen

- Wärme aus Solarthermie wird im Erdreich gespeichert und im Winter über Geothermie genutzt (Berufsschule)

500.000 €

50.000 €

Landkreis Emsland

CO2 Reduktionszertifikate im Haushalt

- Energieberatung privater Haushalte, Einstieg in CO2 Zertifikatehandel

300.000

50.000 €

Landeshauptstadt Hannover

zero:e-park, 0 Emissionssiedlung

- Beratungsangebot zur Bebauung der Klimaschutzsiedlung „Am Hirtenbach" und Dokumentation

50.000 €

40.000 €

Aufgrund Ihres herausragenden Engagements im Klimaschutz wurden folgende Kommunen „Niedersächsische Klimakommune 2010“:

1. Samtgemeinde Harsefeld „Kommunales Energiemanagement“

2. Stadt Emden „Klimastadtplan „Energie er-fahren“

3. Region Hannover „Gut beraten starten“

Artikel-Informationen

erstellt am:
27.10.2010

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