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Lies: "Aus für Gorleben überrascht nicht"

PI 114/2020

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies ist „nicht überrascht“, dass Gorleben laut der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) nicht als Standort für ein Atommüll-Endlager in Frage kommt. „Das Aus für Gorleben ist eine Entscheidung auf Grundlage der Kriterien, die das Gesetz zur Standortauswahl vorsieht. Die Entscheidung für Gorleben in den 70ern war eine politische. Das bestätigt sich jetzt nochmal nachdrücklich“, so Lies. „An dieser Stelle spricht die fachlich-wissenschaftliche Faktenlage eine eindeutige Sprache.“

Grundsätzlich begrüßt der Minister, dass jetzt ein erster Bericht und eine Einschätzung des Bundes auf dem Tisch liegen, welche Regionen bundesweit überhaupt für ein Endlager in Frage kommen. Wichtig sei auch die Aussage des Bundes: Der Standort Deutschland ist mit seinen geologischen Strukturen als Endlager geeignet. „Wir werden kritisch auf den weiteren Prozess schauen, damit die Menschen in Niedersachsen, die nach Veröffentlichung der Teilgebiete jetzt möglicherweise betroffen sein könnten, die Sicherheit auf ein faires und transparentes Suchverfahren haben“, so Lies. „Alle Beteiligten müssen jetzt eine größtmögliche Bürgerbeteiligung im Blick behalten.“

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