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Lies: „Ohne konsequenten Netzausbau verfehlen wir unsere Klimaziele"

Pressemitteilung 134/2019

Niedersachsens Energie- und Klimaschutzminister Olaf Lies hat am (heutigen) Dienstag gemeinsam mit Andreas Feicht, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Schleswig-Holsteins Energieminister Jan Philipp Albrecht sowie „TenneT“-Geschäftsführer Tim Meyerjürgens eine neue Stromleitung in Betrieb genommen. Die 380-kV-Leitung verläuft zwischen den Umspannwerken Hamburg/Nord (bei Norderstedt in Schleswig-Holstein) und dem niedersächsischen Dollern. Ein sehr wichtiger Schritt, so Minister Lies: „In den vergangenen Wochen haben wir sehr intensiv über Klimaschutz diskutiert. Ein wesentlicher Baustein ist dabei der Ausbau Erneuerbarer Energien und der Netze, sonst wird das nicht funktionieren. Heute zeigen wir mit den zusätzlichen Leitungen, die wir über die Elbe bringen: Wir verfolgen konsequent den Netzausbau, um unsere Klimaziele zu erreichen. Und mit gleichem Tempo müssen wir jetzt auch den Bereich Windenergie on- und offshore vorantreiben.“

Die neue Leitung besteht aus vier Teilabschnitten und ersetzt Leitungen mit überwiegend geringeren Spannungsstärken. Sie wurde mit Blick auf die neuen Ansprüche für eine erfolgreiche Energiewende hin ertüchtigt. Insgesamt wurden 110 Masten entsprechend neu oder umgebaut. Künftig kann so mehr produzierte Windenergie über die Elbe transportiert werden. Die Verbindung hat damit eine zentrale Bedeutung für die Energiewende, so Klimaschutzminister Lies, ist aber nicht das Ende der Fahnenstange: „Wir müssen weiter Druck machen beim Netzausbau und vor allem das Potenzial der Erdverkabelung nutzen. Wir werden nicht flächendeckend erdverkabeln können, aber wo Bedarf ist und wo es technisch möglich ist, müssen wir verstärkt auf diese Möglichkeit setzen, um den erzeugten Strom von Nord nach Süd zu kriegen. Und ja, sicherlich müssen wir Zugeständnisse machen. Aber, und das ist mein dringender Appell an die Bevölkerung: Ohne konsequenten Netzausbau – und den werden wir sehen, weil die Leitungen nicht nur in der Erde vergraben sind – verfehlen wir unsere Klimaziele. Wer also für Klimaschutz ist, muss auch bereit sein, den Netzausbau mit seinen Konsequenzen zu akzeptieren.“

Artikel-Informationen

29.10.2019

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