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Lies: „Wichtiger Schritt für mehr Transparenz und Verlässlichkeit des Grundwassermontorings“

- NLWKN veröffentlicht Ergebnisse der Funktionsprüfungen der Messstellen –


PI 013/2021

„Ein wichtiger Beitrag für mehr Transparenz des Grundwassermonitorings und damit der Umsetzung der Kulisse der Düngeverordnung in Niedersachsen“ – so kommentiert Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies am (heutigen) Freitag die vorliegenden Berichte des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) zu den Funktionsprüfungen an Grundwassergütemessstellen des Wasserrahmenrichtlinienmessnetzes (WRRL): „Damit hat das Umweltministerium einen wichtigen Schritt genommen, um die notwendige Transparenz des Grundwassermonitorings zu verbessern. Wir sind uns aber mit allen Beteiligten einig, dass dies nur ein Baustein ist. Gerade das Thema Regionalisierung und die Weiterentwicklung des Verursacherprinzips erarbeiten wir zurzeit mit Landwirtschaft und Wasserwirtschaft gemeinsam“.


von den insgesamt 1080 Messstellen wurden bis Ende November 2020 im ersten Schritt 217 Messstellen des WRRL-Netzes überprüft, bei denen die mehrjährigen Nitratmittelwerte über 50 mg/l liegen. Davon sind laut Untersuchungen des mit der Funktionsprüfung beauftragten Fachbüros 94,5 % funktionstüchtig und als Gütemessstellen geeignet.

Minister Olaf Lies: „Es ist ein gutes Zeichen, dass die überwiegende Zahl der Messstellen uneingeschränkt funktioniert und damit das Grundwassermonitoring durch den NLWKN gewährleistet ist. Auf dieser positiven Nachricht wird sich das Umweltministerium allerdings nicht ausruhen und die nötigen Maßnahmen einleiten, um die nicht funktionstüchtigen Messstellen zu reparieren oder zu ersetzen“. Außerdem werden gegenwärtig die weiteren ca. 900 Messstellen des Wasserrahmenrichtlinienmessnetzes überprüft. Diese Funktionsprüfungen sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Anlass für die Überprüfung der Messstellen war ein Beschluss des Niedersächsischen Kabinetts vom November 2019, woraufhin der NLWKN mehrere Fachbüros mit den erforderlichen Arbeiten beauftragt hat.

Das Messnetz dient der Bewertung des Grundwasserzustands nach Wasserrahmenrichtlinie, bildet aber auch die Ausgangsbasis für die Ausweisung der mit Nitrat belasteten Gebiete für die Landesdüngeverordnung (NDüngGewNPVO). Die der Ausweisung zugrundeliegende Binnendifferenzierung soll zukünftig von dem aktuellen hydrogeologisch und hydraulischen Verfahren auf ein Regionalisierungsverfahren umgestellt werden. Die Umsetzung wird von einem Begleitgremium unterstützt, dass in dieser Woche auf Einladung des Umweltministers das erste Mal getagt hat.

Die Berichte zur Funktionsprüfung sind unter folgendem Link auf der Website des Umweltministeriums einsehbar:

https://www.umwelt.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/publikationen/wasser/publikationen-wasser-9090.html  


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