Artikel-Informationen
erstellt am:
01.01.2026
PI 097/2025
Am 01. Januar 1986 trat die Verordnung zur Einrichtung des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer in Kraft. Es war die Geburtsstunde des ersten und großflächigsten Nationalparks in Niedersachsen. Zum 40-jährigen Jubiläum gratuliert Umweltminister Christian Meyer: „Das Wattenmeer ist ein Schatz von internationaler Bedeutung, den es zu schützen und zu bewahren gilt. Mit dem Nationalpark schützen wir nicht nur seltene Tier- und Pflanzenarten, sondern erhalten auch eine einzigartige Naturlandschaft für Millionen Zugvögel. Als Anrainer dieser länderübergreifenden Weltnaturerbe-Stätte erfüllen wir in Niedersachsen unsere globale Verpflichtung zum Erhalt seiner ökologischen Unversehrtheit gegenüber der Weltgemeinschaft sowie zukünftiger Generationen.“
Gleichzeitig stehe das Wattenmeer aber vor großen Herausforderungen, so der Umweltminister weiter: „Die Folgen der Klimawandels, der steigende Meeresspiegel, das Verschwinden von Seegrasflächen, die Biodiversitätskrise, die Umweltverschmutzung etwa mit Plastikmüll, der steigende Schiffsverkehr gerade auch von Öl- und LNG-Gastankern aber auch die geplanten Gasförderungen am Rande des Nationalparks bedrohen eine einzigartige Natur. Hinzu kommt ein gestiegener Nutzungsdruck durch Schifffahrt, Infrastruktur, Trassen, Küstenschutz, Landschaftsverlust, Fischerei und Tourismus. Sie alle machen deutlich, wie wichtig ein starker Nationalpark gerade heute ist. Er ist ein Schutzschild für die Natur und ein Frühwarnsystem für ökologische Veränderungen.“
Die weiträumige Unterschutzstellung war eine der Voraussetzungen für die später erfolgte Auszeichnung des dänisch-deutsch-niederländischen Wattenmeers als UNESCO-Weltnaturerbe.
„Vor 40 Jahren war die Gründung des Nationalparks hoch umstritten und bei weitem keine Selbstverständlichkeit. Doch 2026 feiern wir seinen Geburtstag als ältester Nationalpark Niedersachsens. Mit einer Vielzahl von Veranstaltungen wollen wir unseren Nationalpark behutsam im Jubiläumsjahr feiern. Ich bin für die heutige breite Zustimmung zum Nationalpark Wattenmeer dankbar. Die Natur vor dem Deich entlang der gesamten niedersächsischen Küste umfassend unter Schutz zu stellen, hat sich zu einer besonderen Erfolgsgeschichte entwickelt. Davon profitieren Tiere, Pflanzen und Menschen gleichermaßen. Jährlich kommen auch wegen dem Nationalpark und dem Weltnaturerbe Millionen Besucherinnen und Besucher nach Niedersachsen. Gerade auch die Umweltbildung in den Wattenmeerhäusern werden wir gemeinsam mit dem Bund weiter stärken. Denn nur was man kennt, schützt man“, so Umweltminister Meyer.
Mit einer Fläche von rund 3.450 km² ist der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer der zweitgrößte deutsche Nationalpark. Er bildet die Kernzone des UNESCO-Biosphärenreservats Niedersächsisches Wattenmeer – einer Modellregion für nachhaltige Entwicklung – und ist Teil des länderübergreifenden UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer. Mit seinen tidebeeinflussten Wattflächen, Sandbänken, Stränden, Dünen und Salzwiesen ist es eine der hinsichtlich der Biomasse produktivsten Regionen der Erde. Rund 10.000 Pflanzen- und Tierarten leben hier, teilweise in millionenfacher Individuenzahl. Zudem ist es eines der wichtigsten Rastgebiete für Zugvögel weltweit mit jährlich zehn Millionen Zugvögeln, die hier Station machen.
Hintergrund
Das 40-jährige Jubiläum des Nationalparks Wattenmeer wird unter dem Motto „Nationalpark wirkt“ im Laufe des Jahres vielfach durch das Land Niedersachsen gefeiert. Die offizielle Festveranstaltung findet am 6. Februar 2026 in Wilhelmshaven mit Ministerpräsident Olaf Lies und Umweltminister Christian Meyer statt. Dort wird auch eine Jubiläumsbroschüre mit Meilenschritten aus 40 Jahren Nationalpark Wattenmeer veröffentlicht. Öffentliche Geburtstagsfeiern mit verschiedenen Angeboten werden am Wochenende des 4. und 5. Juli 2026 von den 18 Nationalpark-Informationseinrichtungen am Wattenmeer veranstaltet. Außerdem wird die Ausstellung „Nationalpark wirkt“ im Niedersächsischen Landtag vom 18. August bis 11. September 2026 zu sehen sein.
Weitere Infos zum Nationalpark-Jubiläum und ein Medienpaket finden Sie hier.
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erstellt am:
01.01.2026