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Moorschutz
Moore erfüllen umfassende ökologische Funktionen im Naturhaushalt. Doch ein Großteil der Moorböden ist durch den Eingriff des Menschen (Entwässerung, Abtorfung und Kultivierung) erheblich verändert.1 Niedersachsen ist mit einer Fläche von 484.060 ha kohlenstoffreichen Böden mit Bedeutung für den Klimaschutz (ohne Moor-Troposole) (mehr als 10 % der Landesfläche) das moorreichste Bundesland Deutschlands und trägt somit eine besondere Verantwortung im Moorschutz.2
1) und 2) Quelle: MoorIS
1) und 2) Quelle: MoorIS
Hierfür wurde das Programm "Niedersächsische Moorlandschaften" (2016) entwickelt. Es dient dem Schutz und der Entwicklung der niedersächsischen Moore, d. h. der Moorböden und der Moorlebensräume als charakteristische Bestandteile der niedersächsischen Landschaft.
Die Bedeutung der Moore für den Klimaschutz wurde in Niedersachsen schon vor Jahren erkannt. Denn diese können dauerhaft Kohlenstoff aus der Atmosphäre speichern. Durch ein richtiges Management kann so eine deutliche Verminderung von Treibhausgas-Emissionen erzielt werden. Die Ausrichtung des Moorschutzes auch auf den Klimaschutz fand daher Einlass in das Niedersächsische Klimagesetz.

